Stammtisch: ein RefLab-Podcast

Stammtisch: ein RefLab-Podcast

Franz Dängeli: Spielen heisst man selbst sein!

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Unser Gast in dieser Stammtischfolge ist der Schweizer Theatermann Franz Dängeli. Er ist Schauspieler und Spielleiter beim theater act-back. Dängelis Metier ist das Improvisationstheater. Johanna und Evelyne wollen von ihm erfahren, ob sich Spontaneität lernen lässt, wie viel Vorbereitung sinnvoll ist und welche Rolle in der Improvisationskunst der Glaube spielt: an sich und an die anderen. Dabei werden spannende Überschneidungen mit der religiösen Sphäre deutlich.

Seit über zehn Jahren reagiert das theater act-back auf Gegenwartsfragen. Als ein aktuelles Thema hat das Theater das Thema Glaube ausgemacht – und plant dazu Anfang November einen Abend in Zürich. Das RefLab ist Medienpartner des Theaterabends:

«Ich glaube, also bin ich. Eine Theaterrecherche mit der Psychotherapeutin und Psychologin Prof. Brigitte Boothe» am Samstag 4. November 2023, 20 Uhr, Zentrum Karl der Grosse, Zürich.

Davor präsentiert das theater act-back am 14. Oktober ebenfalls im Zentrum Karl der Grosse Szenen rund um das Thema Demenz.

Natascha Bertschinger: Missbrauch-Prävention in Freikirchen

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Die SRF-Dokumentation zu den Missständen an einer evangelikal-fundamentalistischen Schule in St. Gallen hat in der Schweiz und darüber hinaus viele Menschen erschüttert. Sie wirft auch Fragen nach Machtmissbrauch und Grenzverletzungen im (hoch)religiösen Kontext – und nach Möglichkeiten, solche Übergriffe zu verhindern. Felix Reich und Manuel Schmid reden in dieser Stammtisch-Folge mit Natascha Bertschinger. Sie ist Vorsitzende der Arbeitsgruppe Prävention der EMK Schweiz und Teil der Arbeitsgruppe, welche die «Charta zur Prävention von Grenzverletzungen» lanciert hat. Die Arbeitsgruppe wird von der SEA (Schweizerische Evangelische Allianz) mitgetragen. Natascha Bertschinger berichtet von ihrer Arbeit, den offenen Türen und Widerständen, denen sie begegnet, und sie sagt, weshalb Grenzverletzungen nicht definiert werden können.

Veronika Jehle über die Krise der katholischen Kirche

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Eine Pilotstudie der Universität Zürich über von Priestern und Ordensleuten begangene sexuelle Missbräuche hat die katholische Kirche in eine tiefe Krise gestürzt. Den Bischöfen wird Vertuschung vorgeworfen, beinahe täglich decken Medien neue Missstände und Versäumnisse auf. Im Gespräch mit Felix Reich sagt die katholische Theologin und Journalistin Veronika Jehle, was sie von der Krisenkommunikation der Bischöfe hält und warum sie die Hoffnung auf tiefgreifende Reformen in ihrer Kirche aufgegeben hat. Und trotz aller Krisensymptome sprechen der Redaktionsleiter von reformiert. und die Co-Redaktionsleiterin des katholischen Forums am Stammtisch auch darüber, wie die Reformierten die progressiven Kräfte in der katholischen Kirche in kritischer Solidarität unterstützen können.

Rita Famos, Martin Candinas: Dank und Busse, Kirche und Politik

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Am Stammtisch diskutieren Nationalratspräsident Martin Candinas und die Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS), Rita Famos, über das Verhältnis von Staat und Kirche sowie die Bedeutung des Bettags, der am 17. September gefeiert wird. Der staatlich verordnete Feiertag wollte konfessionelle Gräben im jungen Staat schliessen. Welche Gräben durchziehen die Schweiz heute, und hat das Land gerade heute einen Feiertag der Toleranz und Solidarität besonders nötig?

Stefan Pabst: Darf es ein bisschen mehr Apokalypse sein?

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Der Begriff der Apokalypse ist popkulturell zumeist negativ konnotiert und wird oft mit Weltuntergang oder Endzeit gleichgesetzt. Doch das Wort bedeutet Offenbarung und Enthüllung. Entsprechend vieldeutig ist das letzte Buch der Bibel, das auch von Hoffnung erzählt.

Auch in der Klima-Diskussion begleitet uns die apokalyptische Rhetorik. Sie könnte aber auch positiv(er) gedeutet und interpretiert werden. Als Philosoph und Physiker beschäftigt sich Stefan Pabst bei W.I.R.E. mit sozialen und kulturellen Transformationen. Wir haben mit ihm über Wertveränderungen bei Individuen und Gesellschaften und pragmatische Ansätze gesprochen.

Madeleine Strub-Jaccoud: Lass uns Boldern gehen!

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Eine wahrhaft aufregende Geschichte, in deren Mittelpunkt Menschen stehen, die mit ihrer Arbeit immer beides zugleich waren: tragendes Element der Kirche und mutige Unruhe- und Anstifter:innen. Mit am Stammtisch sitzt die Präsidentin der Stiftung Boldern, Madeleine Strub-Jaccoud. Sie will die neue Vision für den gesegneten Ort konkret werden lassen, und ahnt zugleich: Der vielbeschworene Geist von Boldern kann überall strömen.

Beatrice Bänninger: 50 Jahre Café Yucca

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Das Café Yucca wurde im Jahr 1973 als «Jugendcafé» gegründet. Heute stehen Café und Beratung allen Men­schen in schwierigen Lebenslagen offen. Finanziert wird das Angebot von den Kirchen der Stadt Zürich, dem Sozialdepartement und Spenden. Wir haben heute mit Beatrice Bänninger gesprochen, die als Geschäftsführerin von Solidara Zürich nebst dem Café Yucca auch die Beratungsstelle Isla Victoria verantwortet. Wie hat sich das Angebot der sozialen Einrichtungen in den letzten Jahrzehnten verändert und, welche Herausforderungen müssen sie aktuell meistern?

Paul-Philipp Hanske: Ekstatischer Glaube

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«Der Rausch ist der Kern des religiösen Empfindens», sagte der Journalist Paul-Philipp Hanske in einem Interview mit reformiert. im Mai. Zusammen mit Benedikt Sarreiter hat der Münchner das Buch „Ekstasen der Gegenwart. Über Entgrenzung, Subkulturen und Bewusstseinsindustrie“ geschrieben.

«Religion kann die Sinne trüben, die Ekstase droht in eine Innerlichkeit zu kippen, die den Blick für die Mitmenschen verstellt», schrieb daraufhin Felix Reich in reformiert.

Anouk Holthuizen diskutiert mit Hanske und Reich über nüchternen Glauben und ekstatische Religionen.

Stephan Jütte: Wenn die Kirche politisiert

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Am Stammtisch erklärt Stephan Jütte, warum das Kompetenzzentrum der Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) jetzt Blogs schreibt und Podcasts produziert. Und dann verstrickt sich der Leiter Theologie und Ethik und persönliche Mitarbeiter von EKS-Präsidentin Rita Famos mit reformiert.-Redaktionsleiter Felix Reich in eine hitzige Diskussion über Klimaschutzgesetz und Bratwürste, Kirche und Porsche Cayenne.

Georg Schmid: Die Legende von der rituellen Gewalt

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Georg Schmid von Relinfo, der Evangelischen Informationsstelle Kirchen - Sekten - Religionen ist bei Cornelia Krause und Felix Reich zu Gast am Stammtisch.

Cornelia hat zusammen mit ihrer Redaktionskollegin Sandra Hohendahl über Erzählungen von ritueller Gewalt recherchiert. In ihrem Artikel beschrieben sie, wie insbesondere freikirchliche Kreise die Theorie unterstützen, dass angeblich im Untergrund operierende satanistische Kreise diese Verbrechen begehen.

Georg Schmid bezeichnet den rituellen Missbrauch als Legende. Im Gespräch erklärt er, woher sie stammt und wie vermeintlichen Opfern in der Traumatherapie falsche Erinnerungen eingeredet werden. Zudem berichtet er von seiner Aufklärungsarbeit und sagt, wie er sich von Verschwörungstheorien erholt.

Über diesen Podcast

Aus den Gemeinsamkeiten und Differenzen sprühen die Funken der Debatte: Am Stammtisch diskutieren Veronika Jehle vom Magazin Forum und Felix Reich von der Zeitung reformiert. über Kirche und Politik, Theologie und Tradition, Kultur und Konfession.

von und mit Felix Reich & Veronika Jehle

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