Stammtisch: ein RefLab-Podcast

Stammtisch: ein RefLab-Podcast

Transkript

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00:00:00: Die Welt ist im Fall doch gut.

00:00:02: Echt?

00:00:03: Wow!

00:00:04: Darf ich erzählen, was ich gestern erlebt habe?

00:00:06: Das

00:00:06: musst du mir erzählen.

00:00:08: Ich muss etwas ausholen... Also ich leiste mich ja immer zu einem Papieragenda für so eine spezialisierte Geschäft, die ich jetzt den Namen aus Sponsoringgründen nicht nennen.

00:00:18: Auf jeden Fall, das ist ein Ritual nach der Sommerferie Kauft mit Agenda fürs nächste Jahr.

00:00:24: Dann habe ich das gestern gemacht, am Mittag ins Auto, in den Seegumpen zurückgefahren und dort im Dörfchen die Agenda gepostet.

00:00:32: Und dann ist es jetzt schlau, dass ich sie einfach so in dem Papiersäckchen ins Velochöbel tun.

00:00:37: Nein, es ist ja nicht weit bis zu der Redaktion von durchs Dörffchen.

00:00:41: Und es arbeitet auch noch einen Tag lang.

00:00:44: Am vierten Feier kommt mir so in seinen Hey-Diagnas.

00:00:47: Da

00:00:47: warte ich nach Hause?

00:00:48: Genau!

00:00:49: Wo habe ich dich hingelegt?

00:00:50: Suche wirklich deine ganze Redaktionen ab ... Wo ich die anlegen konnte, habe ich sie auf den Briefkasten geleitet.

00:00:57: Ich habe sie keine Ahnung in der Küche vergessen wirklich alles Bezüge zum Velo.

00:01:04: Ich dachte ja vielleicht habe ich es dort vergessen und mir klingelt doch das niemals zum Körbchen aus ins Körbilär.

00:01:09: Und ich habe wirklich angefangen an meinem Verstand verzweifeliches Gefühl gehabt, dass ich diese Agenda verleihe Frisch gekauft.

00:01:16: Dann dachte ich, jetzt gehe ich nicht schon wieder rein und kaufe, weil es ist ja auch nicht ganz günstig.

00:01:20: Und vielleicht tat sie ja noch

00:01:21: ein?

00:01:21: Genau!

00:01:21: Vielleicht taucht sie am nächsten Morgen an dieser Stelle keine Ahnung auf dem Büchergestellings im Büro hinein zu sein... ...und ich kann sie einfach übersehen.

00:01:30: Dann fahre ich den Computer runter und sehe ihn als E-Mail von diesem Geschäft,... ...wo steht, jemand hat mich beobachtet, wenn ich mit dem Velo durchs Dörfli fahe und dann sieht meine Agenda zum Körbeln ausgekauft.

00:01:46: Und dann konnte sie mir leider nicht mehr hinterher, sondern zurück in den Job.

00:01:51: Wegen dem Sack muss draufstehen?

00:01:53: Ja genau!

00:01:54: Und hat es jetzt zurückgebracht.

00:01:56: und das ist eines der wenigen Geschäfte, die ich in der Kundentate verzeichnet bin... ...und da kann ich diese heute wieder geholt

00:02:05: werden.

00:02:06: Oh

00:02:06: wow!

00:02:06: Ist das nicht

00:02:07: schön?!

00:02:07: Das finde ich schön!

00:02:09: Also ganz ernsthaft sehr beruhigt.

00:02:11: Ich habe heute gedacht, dass die Welt eben doch gut ist.

00:02:29: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode vom Stammtisch.

00:02:38: Mein Name ist Felix Reich, ich bin der Redaktionsleiter von der Zeitung Reformiert und mit mir ist Veronica Jelen, Redaktionsleitere des Magazinforum.

00:02:50: Wir reden heute über ... Heimat.

00:02:55: Es hat zwar einen Knall für einmal, was ich sehr angenehm gefunden habe.

00:03:02: Aber trotzdem ist es nicht zu überhören und zu überlesen gewesen – es war ersten August.

00:03:06: In der Nationalviertung nehmen wir zum Anlass, um unsere Heimete-Gefühle zu sprechen.

00:03:14: Für dich war Veronica sehr speziell den ersten August, nämlich dein Erster als Schweizerin.

00:03:21: Und?

00:03:24: Zugegebenermaßen war ich in Wien am ersten August, also in meiner alten Heimat.

00:03:29: Und habe aber fest daran gedacht... Ich habe fest innerlich auch mich mit der Schweiz verbunden und so wie gestrahlt meine neue Heimat feiert jetzt gerade und ich innerlich mit ihr mit.

00:03:42: So!

00:03:43: Das war so mein erster, erster August als Schweizerin.

00:03:51: Wie kann man sich innerlich mit Dingen verbinden?

00:03:53: Eine gute Frage.

00:03:55: Ja so... keine Ahnung, ich mache das manchmal.

00:04:01: So denken an und sich freuen mit und einfach so wie innerlich da sein.

00:04:06: Machst du das nie?

00:04:08: Mit der Schweiz weiss es jetzt gar nicht.

00:04:10: Aha ist es so abstrakt!

00:04:11: Ich glaube ich bin einfach verbunden.

00:04:13: Also

00:04:13: das ist

00:04:14: so etwas, ich glaube darum finde ich es interessant wirklich über diese Bevölkerung zu werden Weil in der Schweiz bin ich ja einfach und ... ja, biologisch will es irgendwie verbunden.

00:04:31: Ich muss mich nicht innerlich verbinden.

00:04:33: Und wenn du im Ausland bist zum Beispiel, das waren jetzt Ferien und dieses Zurückdenken an ist es dann auch nicht eine Art Abstanderfahrung die es ermöglicht wenigstens einen Moment lang wie so ein Außenblick?

00:04:49: also es geht ein bisschen in die Richtung.

00:04:50: noch anders glaube ich

00:04:52: Ja, ich weiss es gar nicht.

00:04:53: Aber da bin ich ganz schlimm.

00:04:55: Ich fühle mich... Das ist so ganz doof!

00:04:57: Ich bin ja selber Tourist und ich nervt mich.

00:04:59: aber jedes Mal wenn ich irgendwie zu Marseille bin und Schweizerdeutsch gehören im Bus, das finde ich dann vielleicht mich so ertappet.

00:05:06: Das habe ich gerade nicht gerne.

00:05:07: Okay.

00:05:08: Ich gehe ja irgendwie... Ich finde es immer schön.

00:05:11: Ich glaube Französisch ist fast schon jetzt ein bisschen, aber kann also schön weglosen.

00:05:15: bei anderen Sprachen auch diejenigen, Wie verstehe ich, kann ich weglosen?

00:05:21: Das ist so wie beim Schaffenmusik-Losen.

00:05:23: Man kann ja deutsche Musik nicht loslassen.

00:05:25: Aber Englisch und Französisch geht es.

00:05:27: Und das genieße ich extrem im ... Wenn ich in der Ferien bin, muss ich die Gespräche nicht belauschen.

00:05:33: Und wenn dann aber drei Sitz vorne im Bus oder das Massen im Bus startet man eigentlich immer.

00:05:41: Dann so zwei Schweizerinnen reden.

00:05:46: Da kann ich so nicht weglosen, das nervt mich.

00:05:48: Ja, das ist interessant, weil früher oder auch heute noch als Österreicherin nervts mich sehr.

00:05:54: Interessanterweise nervt es mich auch sehr, Deutsche im Ausland zu hören, obwohl ich eigentlich den Eindruck habe, dass ich eine gute und sehr wertschätzende, liebevolle Beziehung zu Deutschland bzw.

00:06:04: deutschen Menschen habe.

00:06:06: Aber mit Schweizerdeutsch geht's mir nicht so.

00:06:09: Ich freue mich auch im Auslands jedes Mal wenn ich SchweizerDeutsche höre.

00:06:12: Das ist total interessant!

00:06:13: Das

00:06:14: ist wirklich interessant.

00:06:15: Ja, es ist auch irgendwie schön!

00:06:18: Es macht dich fast so schweizer-patriotin?

00:06:20: Nein,

00:06:20: kommet.

00:06:21: Ein

00:06:21: bisschen schon... Also

00:06:22: gut patriotinis

00:06:23: ist... Wenn man sich freut im Ausland Schweizerdeutsch

00:06:27: gehört,

00:06:27: weil man sich nicht mehr alleine fühlt.

00:06:29: Weil es eben mit diesem uralten tiefen Heimatgefühl glaube ich nicht zu fest verbunden ist.

00:06:34: Vielleicht ein Stück weit, weil's mit dem Verbunden ist was ich mir quasi wie erobert habe.

00:06:41: aber das ist jetzt natürlich auch ein sehr schwieriges Wort.

00:06:44: Aber was ich mir selbst in mein Leben hineingeholt habe?

00:06:50: Ich finde es auch sehr schön, wenn man es nicht kregerisch versteht.

00:06:56: Das ist zum Beispiel etwas, an dem ich viel gedacht habe, das Jahr, als ich zu Berlin studiert habe und ich wirklich ganz alleine gegangen bin in einer Zimmerwohnung und mich erst drei Wochen vor Semesterbeginn niemand gekannt hat.

00:07:14: Und dort habe ich mir wirklich so diese Stadt, wie wenn es mit einer Katz-Zügel ist.

00:07:20: Dann rennt die ja auch noch ein, was wir als Kind mit unserer Katz zügeln sind vom Land an der Stadtrand.

00:07:27: Da habe ich gedacht, wir tun dann Türen auf und dann rennt jeder vor!

00:07:32: Das macht sie ja nicht... Und wieder zurück.

00:07:35: Die erobert sich wirklich durch

00:07:37: die neue Raum, genau.

00:07:41: So habe ich in den ersten drei Wochen Berlin für mich entdeckt und eroberte.

00:07:46: Das finde ich etwas Megaschönes!

00:07:49: Wo immer ich gelebt hab war das die Erfahrung.

00:07:53: Das habe ich jedes Mal unglaublich genossen.

00:07:55: Mir ist auch mit der Zeit aufgefallen, dass ich eigentlich unter diese Eroberungsphasen am schönsten finde...

00:08:03: Ja und ich hatte das sogar ein bisschen in der Ferie, also jetzt über eine Woche zu machen.

00:08:08: Aber dann finde ich es unschön immer in die gleiche Bequerei wenn sie einen ist wie einem gefallt.

00:08:13: aber dann merken so uuuh und vielleicht vermissen die mich sogar?

00:08:16: Also irgendwie vielleicht

00:08:17: denken sie sich...

00:08:18: Nach ein, zwei Wochen.

00:08:19: Jetzt ist er weg!

00:08:20: Genau, zumindest denken Sie auch heute kommt er nicht mehr oder?

00:08:22: Dann ist es wahrscheinlich vergessen, aber so genau das.

00:08:27: und schönerweise war ich eine Woche in Wien in meinen Ferien und ich mache das mit meiner alten Heimatstadt auch Und ich gehe vor allem extrem gerne einfach auch in Bezirke und an Orte, wo ich früher nicht war oder wo ich auch irgendwie komische Erinnerungen vielleicht habe oder mich nicht so angesprochen haben.

00:08:44: Einfach weil so viel Neues und so viel Vertrautes und so viele Inspirierende darin liegt sich das Wieso anzueignen?

00:08:56: Ich weiß es auch nicht.

00:08:59: Aber eben, dass ist ja etwas anderes... So ein Sterrenarzt ist mir ganz bewusst der, die nicht dazugehört.

00:09:09: Das Jahr in Berlin habe ich extrem genossene Gefühle in dieser Stadt zu Hause sein.

00:09:14: Das ist auch so ein Hochgefühl, das sich dann irgendwann mal einstellt.

00:09:19: Also das hattest du dann in deiner Zeit?

00:09:20: Ja mit der Zeit.

00:09:21: Ich glaube bei mehr Jahren hat man denn das und zugleich war es für mich immer klar.

00:09:26: Wenn man jetzt Berlin studiert, gibt es ja viele Leute, die dort hangen bleiben.

00:09:31: Mit irgendwelchen Projekten und

00:09:33: so.

00:09:34: Es gibt es ja unendlich, wenn ich verlinke...

00:09:35: Genau!

00:09:36: Und das war mir irgendwie immer klar, dass ich zurück gehe.

00:09:40: Aber ... Ich hätte mich jetzt nie ... Also den Schritt dann einzubürgen, sich ein Wahlheimat zumindest bürokratisch zu machen ist schon ein Schritt.

00:09:56: Ja.

00:09:57: Wieso bist du denn gegangen?

00:10:00: Also gel nach einem Jahr, zum Beispiel hätte ich es mir auch unmöglich vorstellen können.

00:10:03: Hätte

00:10:03: schon gar nicht dürfen.

00:10:05: Stimmt!

00:10:06: Aber gut, wir sprechen

00:10:08: zu zehn

00:10:09: Jahren in einer Gemeinde und ich hatte eben Glück weil ich umgezogen bin aber innerhalb von Zürich.

00:10:14: Ich habe mir nie diese Gedanken oder lange diese Gedanken nicht gemacht, weil das gar nicht in Frage kam bzw.

00:10:20: keine Relevanz für mich

00:10:21: hatte.

00:10:21: Genau, wenn du jetzt auf Solo tun zügelt, wärst du wieder von Nordrhein-Zellern?

00:10:25: Ja genau!

00:10:27: Von daher ist es auch für mich selbst selber raschend und ich bin sicher in keinster Weise in die Schweiz gekommen um hier eine neue Heimat zu finden – auch schon gar nicht, weil meine alte Heimat irgendwie ... mir dort etwas gefehlt hätte oder ich etwas gesucht hatte, was ich dort nicht gehabt hätte.

00:10:45: Also genauso wenig wie ich – das habe ich anfänglich immer wieder gesagt – wie ich das Geld deswegen in die Schweiz so nach Zürich gekommen bin, bin ich deswegen nach Züchern gekommen!

00:10:53: Es ist trotzdem schön dass es sich jetzt zu fügt und gefügt hat.

00:10:57: Und ein Wärmungsdropfen ist natürlich, dass Österreich nicht erlaubt, die Doppelbürgerschaft zu haben.

00:11:02: Das ist für mich schon schwer.

00:11:03: Ja, das ist ein bisschen abgeholt.

00:11:07: Und doch habe ich mich schlussendlich dafür entschieden, es zu tun.

00:11:11: Ja warum?

00:11:11: Das ist eine sehr große Frage.

00:11:16: Ich kann sie nicht beantworten!

00:11:23: Also

00:11:23: eigentlich bist du in Zürcherin geworden...

00:11:25: In unserem

00:11:29: wirklichen Staats- und Gemeins- und Einbürgerungsverständnis wird man ja in der Schweiz eigentlich.

00:11:36: Der Bürgerort ist jetzt Zürich, oder?

00:11:38: Ja.

00:11:39: Irgendwie ist mir das noch näher als Schweizerin zu sein und gleichzeitig ist es so schwer das zu argumentieren warum.

00:11:43: ich mag zürich einfach wahnsinnig gern auch dass lässt sich schwer begründen obwohl ich wahrscheinlich mal nicht sagen könnte warum habe ich den Schritt gemacht?

00:11:53: ja das eine ist natürlich tatsächlich dass ich gerne hier mit gestalten möchte.

00:11:59: also das war recht Das ist schon wirklich ein wesentlicher Teil und ich finde das System hier einfach großartig.

00:12:07: Wenn gleich mir bewusst ist, dass vieles auch nicht Gold ist was glänzt und dass das alles hier Menschen sind usw.

00:12:14: Das ist mir alles sehr klar.

00:12:15: und trotzdem die Möglichkeit so viel mitzugestalten finde ich einfach genial!

00:12:20: Und ich find es auch so wertvoll dieses Ringen um also diese langen Prozesse zu gehen sich einbringen, wirklich zu arbeiten dafür dass etwas sich bewegt, möglichst in eine gute Richtung.

00:12:35: Das darauf freue ich mich.

00:12:37: und insofern als viele im Vorfeld zu mir gesagt haben du wirst schon noch schauen mit diesen unglaublich dicken Paketen die du dann bekommst wo du dich irgendwie vorbereiten musst auf Fragen die dich überhaupt interessieren und wo du nachher genauso viel weißt wie vorher denke ich so ja Finde ich jetzt eigentlich noch spannend.

00:12:54: Also

00:12:54: kommt jetzt an die September, deine Premiere?

00:12:57: Komfortmente

00:12:57: mein erstes

00:12:58: Mal!

00:13:01: Ja, ich freue mich wirklich im sehr, sehr naivem Sinne.

00:13:05: Zuerst mal die Schulhaussanierung und die Neutralität sind nicht zufrieden

00:13:09: für uns.

00:13:09: Genau,

00:13:09: super, wirklich.

00:13:10: Klär Anlage.

00:13:14: Und dann gibt es tatsächlich noch eine kleine Geschichte, die relativ tief geht... Ich war, und das war in dem Sinn Zufall über den siebten Oktober, im Jahr zehntunzeig in Israel an dem Tag, an dem dieses Massakastart gefunden hat.

00:13:32: Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich die Geschichte nicht eh schon mal in dem Podcast auch kurz erzählt habe.

00:13:37: Jedenfalls diese Erfahrung über Nacht in einem Land aufzuwachen, in dem Krieg herrscht!

00:13:43: Also am Vorabend war alles in dem Sinn ruhig und normal, wie das unter den dortigen Gegebenheiten ebenso ist.

00:13:50: Und am nächsten Morgen wachst du auf, merkst irgendwas stimmt hier nicht, hörst Detonationen in der Ferne und liest in den Medien, dass es heißt Das Land ist im Krieg!

00:14:01: Für mich persönlich hat das Gott sei Dank im Rückblick relativ wenige konkrete Schwierigkeiten mit sich gebracht, unser Heimflug hat sich verzögert.

00:14:11: Wir sind so einen Moment lang in der Luft gehangen aber wir waren zu zweit und konnten das gut meistern also so.

00:14:18: Aber natürlich war es eine erschütternde Erfahrung für mich die mich sehr beschäftigt hat auch angesichts der Tatsache dass ich selber in meiner großelten Generation Fluchterfahrungen habe Und was dann für mich einfach so mir durch den Sinn gegangen ist, dass ich hier in Zürich mein Leben aufgebaut habe und das ich gerne gerade in so einer schwierigen Situation von einem Tag auf dem anderen alles anders wäre.

00:14:53: Was ja hier sehr viel unrealistischer ist.

00:14:55: aber Ja Das Leben ist das Leben Dass es richtig schwer wäre dann unter Umständen sozusagen nach Österreich zurückzugehen Weil ich mir schon gedacht habe, womöglich ist in so einer Situation dann klar, dass du in das Land gehst, dessen Passt Du hast.

00:15:14: Warum auch immer?

00:15:15: Aber ... In mir war es so, ich möchte diese Sicherheit haben hierbleiben zu dürfen dort wo mein Leben ist.

00:15:24: Dass das auch die Botschaft wäre wenn du im Muskelamt bist oder?

00:15:29: Werden sie dann diese Botschaft, die sich für dich einsetzt?

00:15:32: Also sonst wäre es jetzt.

00:15:33: Wenn es jetzt irgendwie Komplikationen gegeben hätte in Israel, werden Sie ja wahrscheinlich ... Die österreichische Botschaft war, man musste sich um dich kümmern.

00:15:42: Genau

00:15:42: und ich war auch in Kontakt mit der österreichischen Botschaft Und die haben ja auch Versuche unternommen, die glaube ich mehr oder weniger genauso erfolgreich waren wie die von der Schweiz.

00:15:51: Ich habe irgendwie beides beobachtet, aber auch die Deutschen Beobachtete.

00:15:54: das fand ich noch am wenigsten zielführend jetzt in meiner Wahrnehmung in der Situation.

00:15:58: Aber wir auch immer jedenfalls sämtliche Botschaften haben versucht und zwar Ja das ist so ein Teil also in so einer zu tiefst krisenhaften Situation bleiben zu dürfen, was ja nicht heißt, bleiben zu müssen.

00:16:09: Also ich bin ja weiterhin frei und irgendwo war das dann zumindest der Anlass unter Auslöser zu sagen jetzt mache ich diese Arbeit.

00:16:20: also es ist ja Arbeit zu beantragen und ich wollte ja auch in Österreich klären ob ich nicht doch einen Doppelstaatsbürgerinenschaft erhalten kann.

00:16:29: Das habe ich dann auch noch gemacht.

00:16:30: Es war ja so ein bisschen bürokratisch aufwandt und das war einfach für mich der Anlauf zu sagen Ich machen wir jetzt auf den Weg eben bald.

00:16:36: drei Jahre vergangen.

00:16:41: Ich bin froh!

00:16:43: Und wie viel Abschiedsschmerzliterin?

00:16:46: Das finde ich die spannende Frage, das habe ich mir im Vorfeld etwas überlegt.

00:16:51: Ja, logisch gibt es keine Heimat auf.

00:16:55: Du sagst, wie bleibt deine Heimat statt.

00:16:58: Aber du bist jetzt... Eigentlich bist du jetzt Ausländerin, wenn du in deiner Heimat stattfist.

00:17:04: Was ja eigentlich echt ein absurder Gedanken ist.

00:17:06: Das habe

00:17:07: ich manchmal so mir vorgestellt, dass ich ins In-Wien war oder?

00:17:10: Ich glaube, ich verdräng das ein bisschen weil... Ich habe immer gesagt und es ist für mich auch so im Herzen bin ich Doppelbürgerin Und ich meine sämtliche andere Länder in Europa außer eines, glaub' ich Erlauben, Doppelbürgerschaft.

00:17:23: Und das finde ich echt total sinnvoll und ich fühle mich jetzt einfach quasi wie ein Deutscher die jetzt einfach eine Doppelsstadt-Bürgerschaft hat nur dass ich Österreicherin bin und keine Doppelseitsbürgersschaft

00:17:33: habe.

00:17:35: Das ist eigentlich nicht ermöglicht, es ist schon einen guten Grund zum Nimmerwählen Österreicher überhaupt

00:17:39: zu sein.

00:17:39: Das habe ich ja in kurzem Moment auch gedacht.

00:17:41: also wenn ihr so seid dann muss ich euch ehrlich sagen sorry dann.

00:17:48: Ja, also in dem Sinne ich vertreng das ein bisschen und nehme mein Herz zuerst und sage ja es ist für mich eine Doppelverwurzelung so.

00:17:58: Ich glaube die größten Emotionen hat meine Mutter bereitet oder bereitet sie immer noch aber in der Zwischenzeit trägt sie da sehr helldienenhaft wie manches was ihr halt aushalten muss.

00:18:12: Ja ich finde über den Blick auf Österreich sehr interessant Also das politische System.

00:18:20: Inwiefern findest du?

00:18:22: Ja, ich glaube auch so durch Literatur und so ziemlich... also viele österreichische Schriftstellerinnen und Schriftstellen haben mich so ein bisschen prägt in einem Studium darüber raus.

00:18:39: Und ja, es ist jetzt vielleicht eine Unterstellung aber ich glaube die ganze Aufarbeitung des Nationalsozialismus vom Zweiten Weltkrieg ist nicht in dieser Klarheit passiert, was in Deutschland passiert ist.

00:19:01: Die war ja auch immer nur Klarheit.

00:19:06: Aber ich glaube da ist noch etwas mehr Verdrängung herum.

00:19:11: und dann auch die beiden Blöcke ... ÖVP, SPÖ, wo sich wirklich alles aufteilt vom Rundfunk bis zu einfach allen.

00:19:24: Jede seine Böste verteilt und dann die FPÖ, bei der das sprengt und ja also gruselige Verbindungen kann aufrechterhalten in braunen Sumpf und dass einfach so ... ich weiss nicht... Einfach so möglich ist.

00:19:47: Es hat für mich etwas ... Ich finde gar nicht das Richtige, wort.

00:19:54: Ich habe das Gefühl, wenn sie in anderen Ländern, wenn es Deutschland wäre, würde das viel skandalöser wahrgenommen und bei Österreich hat man gewisse Gefühle.

00:20:04: Das ist irgendwie doch noch herzig.

00:20:07: Es wird dann auch mit dieser rot-weiß-roten Romantik gerne so behängt?

00:20:14: Ja.

00:20:14: Und du sprichst was Extremwichtiges auch für mich an und gleichzeitig auch etwas Extrem Schwieriges natürlich, also ich denke Österreich hat gerade in den letzten Jahren Jahrzehnten auch schon wirklich ein Stück weit aufgeholt wenn man das so sagen kann auch in der Aufarbeitung von Nationalsozialismus und von anderen Verbrechen.

00:20:37: sodass aber es gibt mentalitätsmäßig Etwas, was du jetzt auch versuchst zu beschreiben.

00:20:46: Was ich auch spüre und es hat doch etwas mit irgendwie einem faschistischen Anteil zumindest in der Bevölkerung Und im Gedankengut zu tun Der irgendwo finde ich schon auch präsent ist.

00:21:03: Also das war sehr interessant.

00:21:04: vielleicht noch ein kurze zweite Geschichte zu dieser Israel-Erfahrung.

00:21:09: Ich habe zu der Zeit von Kehlmann die Biografie gelesen über den Papst, diesen Regisseur, der im Zuge des Zweiten Weltkriegs nach Amerika migriert ist und dort erfolgreich war.

00:21:25: Also ich bin sowieso eine sehr große Freundin von Kehlmann schreibe und hab das auch wieder verschlungen.

00:21:30: Und da gibt es ja diese Szene wo Papst als Österreicher eben noch einmal zurück will um seine alte Mutter zu besuchen in der Steiermark.

00:21:41: Und dann fährt er mit seiner Familie über die Grenze und am Ende des Tages kommt er nie mehr raus, weil die Grenzen zugeht und weil eben das Nazi-Regime seine volle Wucht entfaltet.

00:21:53: Die Weise wie Kehlmann dieses faschistische Österreich beschreibt – in den kleinsten Details bis in der Stimmung in diesem Haus in der.

00:22:05: Das hat mich wirklich, also jetzt noch, wenn ich darüber spreche kriege.

00:22:09: Krasser Gänsehaut, weil das etwas an der österreichischen Mentalität ist, dass ich kenne, dass sich zutiefst verachte und die mich überweist, dass es da ist.

00:22:17: Und es ist unter so einer schönen Kaiserschmarrn-Apfelstrudel, wir gehen schön schiefer in die Sonne scheint, Volksmusik, Romantik ... Es ist relativ, glaube ich, an der Oberfläche!

00:22:29: Und

00:22:32: das

00:22:32: kann ich nicht haben... Das kann ich einfach nicht haben.

00:22:36: Und meine Illusion ist nicht, dass es nicht... Ich weiß, das ist auch in Deutschland und noch in der Schweiz ungefähr ein Drittel der Bevölkerung politisch recht zu rentieren.

00:22:43: Das heißt noch lange nicht, was mit Faschismus zu tun hat.

00:22:47: Aber es gibt in allen unseren Deutschsprachigen und darüber hinaus Ländern Strömungen die in diese Richtung gehen, die das begrüßen, die es unterstützen, die einfach diese Mentalität teilen.

00:22:57: Ich finde aber in Österreich und für mich aus Österreichern hat's etwas, was ich einfach unglaublich spooky und hässlich finde.

00:23:04: Ja, und also zum... Also einerseits ja frage ich mich was hat es mit Österreich dazu dass dort eben ein rechtsextremes Partei als erste eigentlich an die Macht gekommen ist.

00:23:18: Ähm, ja eigentlich noch vor Italien sogar, gut wenn man dort vor zu Italien und so sind sicher auch zum Teil rechtseextrem gewesen.

00:23:30: aber halt nie so stabile Regierungen bilden wie jetzt Meloni.

00:23:36: Aber da war es quasi österreichweit voraus, also dass der FPÖ schon sehr früh zumindest bei dieser Regierung beteiligt wurde.

00:23:48: Das ist auch schon sehr lange her.

00:23:50: Sie haben sich immer wieder selber ... Abgeschossen, rausgeschossen.

00:23:53: Wie du aus dem Spiel genommen das Kandale produziert.

00:23:55: Das

00:23:56: ist total erstaunlich!

00:23:58: Es ist extrem erstaundlich

00:23:59: und aufgrund dessen, dass es mentalitätsmäßig einfach eine Realität ist, glaube ich stelle sich immer wieder auf die Beine.

00:24:05: Ja aber da gibt's Ähnlichkeiten... Also ich meine, der AfD zerstreitet sich auch öffentlich, hat irgendwie ein Kandel schüss sich abhat.

00:24:17: deutlich weniger finde ich, diese Ibiza-Warns sind zum Beispiel in den Christian Strache produziert.

00:24:22: Ich meine so blöd musste ja echt mal sein.

00:24:25: also zeigen wir nicht das jetzt ungeschützt hier öffentlich.

00:24:28: sage aber So was hat sich die AfD, finde ich bislang noch nicht geleistet.

00:24:32: Aber klar es gibt ein Haufen anderer Dinge wie zb.

00:24:35: Liederbuchaffäre in Österreich.

00:24:36: das passiert bei der AfD genauso.

00:24:38: da wird einfach so mit Augen zwinkern und zu einer gewissen Nonchalance einfach gesagt ja es ist verwerflich und wir kreiten das auch an.

00:24:46: aber was soll man jetzt machen?

00:24:49: Es ist eh alles nicht so schlimm.

00:24:50: Ja offensichtlich sind die Wählerinnen und Wählern einfach egal.

00:24:53: Ja genau den Wählernen und Wählen

00:24:57: Weil es der Protest ist oder ich weiss das auch nicht?

00:25:00: Ich

00:25:00: weiß es auch nicht genau, aber vielleicht auch einfach dramatische Geschichtsunkenntnis.

00:25:05: Es ist wahrscheinlich eine Mischung aus verschiedenen Menschenunkenntnissen.

00:25:13: Ja und ich finde auch da wiederum... ...ich bewundere es zutiefst dass es dem schweizerischen politischen System gelingt verschiedene Kräfte auch an den politischen Ländern

00:25:25: zu

00:25:27: auf eine Weise zu integrieren, dass sie sich offensichtlich zumindest vermehrt auf dem Boden der Verfassung bewegen?

00:25:33: Ja.

00:25:37: Also... Begebe ich mich jetzt sicher auch für Heikolster an.

00:25:41: Aber ich glaube ein grosser Unterschied ist, dass bei uns... Ich glaube was du sagst von dieser Radikalisierung oder...?

00:25:56: oder Polarisierung, die passiert in der Schweiz ja genau gleich.

00:26:01: Wir sehen das an gewissen Volksinitiativen, bei denen wir auch schon darüber debattiert haben und uns klarpositioniert haben.

00:26:14: Und diese kommt aus einer sehr wählerstarken Partei in den Schweiz.

00:26:24: Ich glaube was ... Was in der Schweiz halt nicht funktioniert, ist so das, was wahrscheinlich die FPÖ und auch die AfD davon profitieren von dem MIR gegen die sogenannten Altparteien.

00:26:38: Schreckliches Wort!

00:26:40: Also eben ... Die FPÖ haben sicher von diesem profitiert oder wir sprangen den Klüngel auf diesen Postenschacher immer die gleichen Zweien und so.

00:26:47: Wir sind jetzt die neue Kraft.

00:26:50: Und diese Karte spielt ja die AfD sehr stark.

00:26:55: Und das funktioniert in diesem Sinn in der Schweiz nicht, weil alle schon von Anfang an dabei sind.

00:27:02: Bei uns gibt es keine alte ... Es gibt schon neue Parteien, aber diese bilden sich erstaunlicherweise eher in der Mitte.

00:27:09: Also mit den GLP oder so.

00:27:12: Und solche Splittergruppen am rechten Grand wie die Schweizer Demokraten oder früher noch die erste Autopartei, Freiheitspartei – das sind so kurze Zeitphänomen die aber aufgesogen werden.

00:27:28: Das ist eine offene Taktik der SVP, das kann man integrativ nennen und sagen wir schauen, dass die Ränder einbunden bleiben.

00:27:40: Es gibt jetzt Deutschland auch schon Leute, die gesagt haben, dass es rechts von den CSU oder CDU keine Partei gibt.

00:27:47: Und ich glaube, das ist eine klare Strategie, dass man sagt, rechts von der SVPs soll es keine grosse Partei geben, sondern wir binden die ein.

00:27:56: Und das kann man sogar vielleicht vom politischen System her irgendwie rechtfertigen im Sinne von niemanden liegen lassen und dann eben so zustande haben wie man jetzt das in Nachbarländer sieht.

00:28:13: Man zahlt aber einen Preis dafür fehlenden oder zumindest nebulösen Abgrenzungen.

00:28:27: Also wo grenzen wir uns dann ab?

00:28:31: Bei den AfD ist es ganz klar, dass sich die Grenze parteieren auch nicht mehr so stark, aber sicher viel Politikerinnen und Politiker sehr klar ab von gewissen Positionen.

00:28:43: Wenn man diese aber vergleicht mit Positionen, die wie uns völlig initiativ eingesagt sind ... Also haben wir dort nicht manchmal auch ein Abgrenzungsproblem.

00:28:58: Und das frage ich mich wirklich, wie lange schauen wir einfach zu?

00:29:02: Und nur weil etwas vertraut ist und schon immer dabei war, schon immer im Bundesrat war ... Aber die Grenzen immer ausweiten vom sagebaren, welchen Initiativen man überhaupt verlassiert, wie fremdenfeindlich agonisiert man weh.

00:29:20: Wie krass sie plakaten, hängt man auf vom Messerstecher ins Rad bis zu scharf.

00:29:28: Und wie weit ... Das kennt man so!

00:29:35: Ja und du vertraust hier dann aber immer wieder der Schwarmintelligenz des Forges sozusagen oder nicht nur sozusagen da wiederum ins Lod zu finden?

00:29:46: Ja gut, ich weiss es jetzt auch nicht.

00:29:47: Also was wäre jetzt gewesen wenn die zehn Millionen Initiativen ankommen wären?

00:29:50: Ist denn das Schwarmintelligenz...

00:29:52: Ihr Leben,

00:29:53: was wäre gewesen?

00:29:54: Es ist halt Demokratie, man kann unterliegen!

00:29:56: Ich vertraue den Schwarm-Intelligenz überhaupt nicht.

00:29:59: Ich beanspucke, dass das finde ich aber seltsam, weil dann würde ich in der Demokratie sagen können, die Intelligenz sei bei mir und wenn ich gegen eine Initiative bin, dann ist das intelligent.

00:30:13: Also ich bin ab und zu auf der verlieren Seite.

00:30:17: Und die logische Beansprache ist dann für mich ... Ich kann Velen Nein sagen, und ich habe viele Jaesagen aus guten Gründen.

00:30:26: Aber ähm...

00:30:28: Also wir sind jetzt sehr stark in den politischen Systemen gelandet?

00:30:32: Ich finde das sehr spannend!

00:30:33: Ich würde aber, ich hab so wie innerlich das Gefühl, ich würde total gern zurück zum Begriff Heimat.

00:30:40: über den wir eigentlich sprechen wollten und den ich auch so schillernd und auch schwierig und auch ambivalent finde.

00:30:47: Wie würdest du dir denn den für dich beschreiben?

00:30:52: Also er hat mit zur Frage zu tun, was man jetzt darüber geltet hat.

00:30:55: Ein Heimathat für mich zu tun bin ich immer... Ja, ich weiss nicht ob es Initiative gibt und die können auch und wie ich sage, ich bin heimatlos aber das hat schon damit ich mich mit einer Stimmung in einer Atmosphäre wohlfühle.

00:31:26: Und darum macht mir gewisse politische Tendenzen, Verhärtungen und Polarisierungen.

00:31:39: Kann sich irgendwie auswirken darauf wie ... Ich glaube, Heimat hat sicher einerseits einfach mit Landschaften und Menschen zu tun.

00:31:53: Also du hast einen Heimatort?

00:31:55: Nicht im Sinne von einem politischen Gemeinde, der dazugehört, sondern im Sinne eines Ortes, wo du sagst, das ist mein Heimat?

00:32:05: Nein ich kann mich an verschiedenen Orten nach Hause fühlen, aber dann fühle ich mich auch in einer Landschaft nach Hause.

00:32:09: Also eben ich habe mich auch aus Berlin wirklich nach Hause gefühlt.

00:32:12: Aber ist es heim, dass ihr wie Heimat

00:32:14: seid?

00:32:16: Ja, ich glaube, Heimat ist für mich wirklich so ein ...

00:32:21: Zuhäumstrag.

00:32:22: Nein!

00:32:23: Zu aufgeladen und so... Auch etwas missbraucht finde ich.

00:32:32: Ich glaube was ich als riesiges Privileg finde, ist dass ich nie vertreiben worden bin aus meiner Heimat.

00:32:38: Dass ich nie die Erfahrung haben müssen machen, dass ich an einem Ort, wo ich bleiben kann, weggenommen habe.

00:32:46: Heimatverlust Das Gefühl, es ist furchtbar.

00:32:52: Ja.

00:32:54: Und darum kann ich mich ... Ich kann jetzt nicht ... Wenn ich in das Dorf gegangen bin und aufgewachsen bin bis zu fünfzehn oder sechzehn, habe ich jetzt keine spezielle Heimatgefühl.

00:33:12: Also nicht irgendwie.

00:33:13: Es klingt so,

00:33:14: als hätte es eigentlich

00:33:15: gar nicht so sehr eine Bedeutung für dich dieses Feld so.

00:33:20: Ja, mal schon.

00:33:21: Dass ich Schweizer bin und dass die Schweiz das Land ist, wo ich mich durchaus identifiziere – auch mit dem politischen System, der Vielfalt, den Föderalismus identifiziert.

00:33:34: Das auf jeden Fall!

00:33:37: Und auch mit der Landschaft.

00:33:40: Da fühle ich mich einfach zu Hause.

00:33:43: Aber ich habe wirklich das Gefühl, wenn ich in einer anderen Stadt in einem anderen Land leben und mich frei bewegen könnte, könnte ich mich auch die Heine fühlen.

00:34:01: Und das finde ich etwas unglaublich Schönes, sich die Heide zu fühlen Aber es hat für mich nicht mit dem Pass zu tun.

00:34:10: Ja voll!

00:34:12: Das spüre ich, wenn ich dir zuhörte, dann waren wir vorher schon kurz bei.

00:34:16: Ich gehe in die Bäckerei und werde wiedererkannt.

00:34:18: Es hat auch was mit Zugehörigkeit traurensvollen Beziehungen mit Routinen auf eine Art auch zu tun.

00:34:32: Für mich ist es oft am berührendsten, wo es eigentlich noch relativ klein ist.

00:34:37: Ja und für mich ist das wirklich ein Gefühl.

00:34:41: Und es hat nichts mit irgendwie abstrakten... Also ich kann mich auch unter Leuten die heim fühlen, die einen anderen Pass haben als ich.

00:34:49: Ich fühle mich nicht mehr daheim.

00:34:50: wenn jetzt Also klar, komme ich an einen Ort, wo Leute irgendwie eine ähnliche ... Keine Ahnung.

00:35:01: Halt mich einfach gut aufnehmen und fühle ich mich auch schneller zu Hause oder wo ich einen Zugang finde.

00:35:07: Aber das hat nichts damit, ob du jetzt nach Österreicher bist oder nicht.

00:35:13: Es ist wirklich egal!

00:35:16: Ja es gab auch auf verschiedensten Reisen für mich immer wieder die Erfahrung dass das Angesicht von Maximaler Fremdheit, also äußerlich ich mich sehr daheim fühlen konnte.

00:35:29: Also zum Beispiel unter muslimischen Menschen in einem muslimischem Land, zum Beispiel Uzbekistan glaube ich habe ich war da nicht so lange aber die Tage die ich dort verbracht hab auf Reisen und die Orte die ich besucht habe auch die muslimische geprägten Orte zu Moscheen mit Resen und so wunderschöne auch historisch bedeutsame Kunstvolle Erschaffungen und die Menschen, die dort waren wie sie da waren.

00:36:00: Das ist irgendwie auf einer Art maximale Fremdheit.

00:36:02: ich verstehe die Sprachen nicht in meinen Kulturkreisen eigentlich relativ weit weg aber einfach so wie Atmosphärisch oder von Herz zu Herz oder Ich weiß gar nicht was ich sagen soll.

00:36:16: Ja und ich glaube

00:36:17: vom Frieden auch der Inmie ist einfach sein zu können Begegnungen zu haben.

00:36:24: Und ja, ich ...

00:36:28: Ja und ich glaube die Frage ist, gibt es denn seine Fremdheit überhaupt?

00:36:34: Also kann man sich fremd sein oder kennt man sich halt einfach nicht?

00:36:38: Das finde ich auch noch

00:36:39: etwas, das

00:36:39: ist für mich ein Unterschied.

00:36:42: Und darum merke ich auch, eben ich habe somit Leute, die sagen, sie ist nur einbürgerend und immer noch uns fremd.

00:36:52: Das kann ich völlig nicht nachvollziehen.

00:36:56: Ich verstehe mich mit gewissen Leuten besser als anderen.

00:37:00: Es hat sicher auch zu tun, was dein Projekt und das gemeinsame Boden hat.

00:37:06: Aber ob das connectet oder nicht, hat tatsächlich nichts damit zu tun wie die Nationalität der Person ihre Eltern haben ... Oder woher kommt wirklich Null für mich?

00:37:20: Ja,

00:37:20: und das ist das was du auch angesprochen hast im Zuge der ganzen unsere Gespräche jetzt über das politische System.

00:37:27: Und die Abwege und Gefahren... Da ist eigentlich eine Fremdheit für mich wenn Menschen so ein anderes Menschen- und Weltbild haben.

00:37:35: Das Farm über Ausschluss und über, weiß ich nicht irgendwelche Bodenideologien Abwägigkeiten sich definieren und abgrenzen.

00:37:46: Da fängt für mich die eigentliche Fremdheit an, ganz unabhängig davon welchen Pass sie haben oder ob die meine Sprache oder mein Dialekt sprechen oder was auch immer die tun.

00:37:57: also insofern ja Heimat zu Hause Zugehörigkeit.

00:38:04: Ich mag die Flüchtigkeit des Gefühls Und ich habe auch den Eindruck dass ich eigentlich dort auch am freiersten bin in dem wo wo ich nicht in Besitz genommen werde, also wo auch nicht der Anspruch besteht mich im Besitz zu nehmen.

00:38:22: Also jetzt bist du eine unsrige Jetzt gehörst du hier zu uns dazu und das heißt es da so und da so?

00:38:26: Nein Gott sei Dank nicht!

00:38:30: Ja ich glaube sie ist ein Gefühl und was mich wirklich stört ist wenn den Heimatbegriff ebenso instrumentalisiert wird.

00:38:47: Ich finde ganz viele Sachen toll an der Schweiz und schön.

00:38:51: Und ich lebe sehr gern daran, und bei diesem Sinn ... Das ist vielleicht so eine Form von Patriotismus oder so.

00:39:03: Und natürlich ... Ich glaube das erste Mal ist es für mich ein Privileg, hier zu sein.

00:39:10: Es ist auch ein riesiges Privilegg.

00:39:14: Eben in Sicherheit zu leben können Einigermaßen Wohlstand mit einer Infrastruktur, die crazy ist.

00:39:25: Wenn man eine Brücke saniert am Rathaus jetzt zwei Brücken neben den Handboden.

00:39:31: Das ist ja gestört.

00:39:32: Also wirklich manchmal schon fast das Absurde.

00:39:36: Und die Geschwindigkeit und die Qualität mit dem die Dinge fertiggestellt werden?

00:39:41: Nein, aber ich meine das ist ja wirklich

00:39:44: selten.

00:39:44: Ich meine rein vom Privileg finde ich natürlich nicht die Nationalität wechseln müssen.

00:39:50: also ich finde EU-Bürgerin zu sein zum Beispiel ein riesengroßes Privilegg und eigentlich schmerzt mich mein Herz mindestens so sehr jetzt nicht mehr EU Bürgerinnen zu sein als nicht mehr offizielle Österreicher zu sein.

00:40:05: Ich habe noch gar nicht über die Teile der Mentalität gesprochen, die mir auch sehr viel bedeuten und ich zum Teil auch in der schweizerischen Mentalität, wenn man das überhaupt zu Pauschal sagen kann.

00:40:14: Auch wieder erkenne wie auch immer aber also dieses ja dieses Privileg überhaupt auf unserem Kontinent leben zu dürfen so dass und überhaupt über so Fragen nachdenken und reden und verhandeln zu dürfen bin jetzt Österreicherin oder Schweizerin.

00:40:27: also ich meine es ist einfach maximal privilegiert empfinde ich das.

00:40:33: Ja, und Heimat ist für mich schon das, was du vielleicht auch angesprochen hast.

00:40:36: Und wo du jetzt quasi begründet hast, warum du auch den Schritt gegangen bist, sodass ich in jedem Fall wieder zurück kann.

00:40:50: Also ich habe einen Ort, an dem sie mich nicht ausgeschmeißen konnte und damit es mir einfach nahe.

00:40:56: Und das finde ich schon ... ja, vielleicht ist das sogar in diesem Sinne Heimat.

00:41:06: Ich höre dazu und kann auch ... Es ist ein Riesenprivileg, seine Meinung zu äussern.

00:41:14: Das ist überhaupt nicht selbstverständlich.

00:41:16: Wirklich?

00:41:17: Nicht Angst müssen zu haben!

00:41:18: Und mich beeindruckt so mit Ihren Scherberkowern, der russischen ... Ja, man muss schon fast sagen Widerstandskämpferin, die Memorial gegründet hat.

00:41:31: Ich meine was diese für eine Mutter hat auch das Interview uns zu geben wohl also oder der iranische Regisseur, wo uns ein Interview gibt und den wieder zurückreißt in seine Heimat und nicht weggeht.

00:41:51: Das

00:41:51: bedruckt mich unglaublich!

00:41:53: Und das muss ein Heimatliebe sein im wahrsten Sinne in allem Widerstand zum politischen System, das mich unglaublich berührt.

00:42:04: Wirklich?

00:42:05: Ja die Frage ist, kann sich ein Mensch das aussuchen?

00:42:09: Also eigentlich auf eine Art schon... Das sind jetzt sicher zwei Menschen wie Irina Schäberkoff und nicht gar nicht mehr in Russland?

00:42:17: Nein sie müssen weg!

00:42:21: Aber sie hat ja die ganze Sovietische Diktatur Ausgestanden, nachher der Putin lang ausgestanden hat ihre Arbeit weitergemacht und ist erst beim Ausbruch von Ukraine gegangen.

00:42:34: Weil sie einfach gemerkt hat jetzt kann ich da gar nichts mehr was irgendwie Sinn macht sondern ich muss vom Ausland aus her machen.

00:42:42: Genau das ist eben so.

00:42:43: die Frage kannst du auch von den Erinnern verfasst haben.

00:42:47: was ist über möglich im Bezug auf Heimat?

00:42:50: also kannst du gehen Kannst du an einem Ort, der dann eben nicht dein Heimatland ist überhaupt neu glücklich werden?

00:43:01: Oder bleibst du in dieser ewigen Zerrissenheit das egal wo du bist.

00:43:05: Du einfach damit leben musst dass vieles beschränkt ist und vieles nicht das ist was du eigentlich leben willst?

00:43:12: Das ist ja wirklich auch die Tragik zutiefst auch mit identität verbundenen fragen, finde ich so.

00:43:19: Und ja es gibt Menschen die können das, die wollen das, sie können auch wirklich Dinge hinter sich lassen und andere wo einfach wie klar ist Sie müssen da auch auf eine Art solidarisch hindurch?

00:43:33: Ja.

00:43:33: aber ich glaube also diejenigen, die das hinter sich lönnt... Ich weiss nicht ob's das könnte oder halt einfach mühend.

00:43:44: Das meine ich mit dem Privileg.

00:43:46: Seine Heimat muss nie verlassen, nie vertreiben worden sein.

00:43:51: Nie sich überhaupt mit der Frage auseinandersetzen zu haben.

00:43:54: ist jetzt der Punkt erreicht, wo ich gehen muss.

00:43:59: Also mich macht ... Wenn ich über Heimete nachdenke, macht es mir auch vor allem sehr demütig.

00:44:08: Weil bis hin, dass meine Heimat lieb wie nie auf Probe gestellt wurde In diesem Sinn.

00:44:18: Ja, und tatsächlich auch wenn ich es wiederum fast schon auf einer Art Zynisch finde mitten im Frieden hier auf unserem Kontinent sich das real vor Augen zu halten.

00:44:27: aber eigentlich sind diese ganz tief existenziellen Beweggründe die mich eigentlich dazu bewogen haben einen Schritt zu machen.

00:44:39: Und wie gesagt, das kommt mir manchmal auf eine Art fast zynisch vor.

00:44:44: Man muss ja einfach sagen, ob du in Österreich lebst oder in der Schweiz oder in den EU-Bürgerinnen oder Schweizerinnen bist.

00:44:49: Also du bist einfach privilegiert und was ist das, was dich bewegt dann doch einen Schritt zu machen?

00:44:56: Aber im Grunde genommen sind es genau diese tiefen Fragen von ... Ich weiß auch nicht wo kann ich sein!

00:45:05: Ja aber genau und zugleich zeigt's doch auch dass heimet eben nicht identisch ist, dass es nichts nationalistisches ist oder mit Nationen zu tun hat.

00:45:17: Weil eben in Österreich fühlst du dich ja weiterhin daheim.

00:45:21: Ich sage immer, in Österreich ist Wien meine Heimat und hier bin ich Zuhause.

00:45:30: Und hier findet mein Leben statt!

00:45:32: Das sind dazwischen nicht einfach klar, wenngleich ich in Österreich auch noch liebe Menschen habe im Sinne von Berlin und anderen Erfahrungen dort hingehen könnte, neu anfangen könnten?

00:45:43: Ja.

00:45:44: Und ich glaube das ist schon ein wichtiger Teil davon, um immer wieder in politischen Möglichkeiten zu beteiligen, sich einzubringen oder nicht.

00:45:53: Das ist auch etwas, was ich finde, müsste mir unser System durchaus reformieren.

00:46:00: Zumindest auf der Allerebene finde ich es gut, wenn man auch Menschen selbstständig ... den Schritt nicht, einen Passabt zu geben.

00:46:10: In einer politischen Beteiligung ermöglicht er, weil wir einen grossen Teil der Menschen haben, die von politischem Prozess ausgeschlossen sind.

00:46:21: Man kann das jetzt auf Bundesebenein sagen, da geht es um Verfassungsänderung und so.

00:46:26: Da muss man sich quasi kommitmen, dass man dann nach fünf Jahren einfach wieder geht oder zwei Jahre kann wählen.

00:46:33: Das kann man darüber diskutieren...

00:46:35: Dass es Kriterien braucht ist schon klar!

00:46:37: Aber dass man auf Gemeinsäbene die Leute früher integriert und sie auch wählbar und abstimmen exakt gibt, das finde ich ein Schritt zu.

00:46:52: Ja also meine Heimat geht ja nicht verloren, indem wir sie teilen.

00:46:56: Das ist ja immer das Gegenteil der Fall!

00:46:58: Ich denke die Schweiz sozusagen abstrakt formuliert verliert da durch Potenzial?

00:47:03: weil es sind Menschen, die hier sind, ihre Gedanken und Erfahrungen haben, die sie einbringen könnten politisch.

00:47:10: Im Sinne der Vielfalt und wiederum im Sinne der Schwarmintelligenz.

00:47:14: Also ich denke das wäre immens mutig und auch sicher auf eine Art Pioniertat zu versuchen.

00:47:23: aber ich glaube die Schweiz wäre ein System oder wäre eine Entität, der es wieder gelingen könnte das er auf eine Weise zu tun dass das machbar ist.

00:47:31: weil ja es gibt natürlich schon gewisse Herausforderungen zu schauen wie das gehen kann.

00:47:36: Das ist klar aber ich glaube es wäre am Ende des Tages ein unglaublicher Gewinn.

00:47:43: Ebenso will ich alles einen Gast beitragen, die Schweiz ist da in Versprechen zum ersten August.

00:47:50: sehr starker Beitrag fand ich vor allem auch diesen Bundesgedanken zu herauszuschälen und zu stärken als Idee einer Verbindlichkeit.

00:48:03: Aber eines gemeinsamen Ringens, eines verbindlichen gemeinsamen Ringens um das Bessere, das finde ich unglaublich... Das ist das was ich anfänglich auch angetönt habe diese Arbeit zu leisten.

00:48:12: da denke ich einfach ja genau dass es jetzt worum geht.

00:48:16: Genau!

00:48:16: Und wenn jetzt zum Schluss durchnah Ein bisschen patriotische Gefühle auflackern sollen.

00:48:22: Versuchen wir es mal!

00:48:23: Dann habe ich die genau dort, dass die Schweiz eben nicht ein Nationalstaat ist.

00:48:30: im Sinne von mir grenzen uns ab gegen irgendwie die anderen weil ihr redet nicht unsere Sprache und ihr habt keine unsere Konfession sondern sich bilden hat aus.

00:48:44: ja eben selbst selbst an der Reformation Wo es baldig war, wo Krieg nach sich gezogen hat.

00:48:52: Auch an dem nicht zerbrochen ist.

00:48:55: Dort gab es die Schweiz in diesem Sinn noch nicht.

00:48:57: Aber sogar das Zusammenwachsen ... Also wenn man die Schweizer Geschichte anschaut bis zu den jährlich-aus- und prozessverdämmen zusammenwachsen, bis dann die Schweiz entstanden ist und dass das Zusammenwachs nicht verhindert wurde oder auch professionell.

00:49:17: spaltig, durch viel Sprachigkeit.

00:49:19: Das finde ich unglaublich schön und das finde ich eben dann wenn die Schweiz es versprechen ist.

00:49:25: Ich finde den Prozess von dem Zusammenwachsen ist ja auch nicht vorbei?

00:49:30: Absolut nicht!

00:49:31: Es ist auch sicher glaube ich gut wie vieles aber es hat was sehr Einmaliges finde ich und auch etwas sehr in dem Sinn vorbildliches dass das möglich ist unter Menschen.

00:49:41: Es ist eine unglaubliche Leistung finde ich.

00:49:43: Und es ist gleichzeitig ein großes Geschenk.

00:49:46: Ähm, ja.

00:49:48: Und dem sollten wir zugeben?

00:49:50: Ja!

00:49:52: Das werden wir nach Kräften.

00:49:55: Genau.

00:49:58: Danke!

00:50:00: Es ist schön hier so in diesem Rahmen erzählen zu dürfen wie das kommt dass ich jetzt Schweizerin bin.

00:50:08: Willkommen.

00:50:10: Dankeschön.

00:50:12: Danke schön.

00:50:13: Ja, danke euch fürs Zulassen.

00:50:16: Und ja, nicht nur die Schweiz ist ein Prozess, sondern auch der Stammtisch.

00:50:24: Allerdings

00:50:26: abonniert alle Newsletter.

00:50:28: Ihr wisst das sehr schon und schreibt uns gerne wenn ihr uns etwas schreiben möchtet.

00:50:34: Sehr gern!

00:50:35: Also macht es gut und bis zum nächsten Mal.

00:50:39: Bis zum nächsten mal.

00:50:40: Tschüss.

Über diesen Podcast

Aus den Gemeinsamkeiten und Differenzen sprühen die Funken der Debatte: Am Stammtisch diskutieren Veronika Jehle vom Magazin Forum und Felix Reich von der Zeitung reformiert. über Kirche und Politik, Theologie und Tradition, Kultur und Konfession.

von und mit Felix Reich & Veronika Jehle

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