Stammtisch: ein RefLab-Podcast

Stammtisch: ein RefLab-Podcast

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00:00:00: Schaffen wir sie ohne Wasser?

00:00:02: Bei der Hitze schon.

00:00:05: Mal schauen!

00:00:06: Der Mensch lebt nicht nur vom Wasser allein.

00:00:29: Stimmt!

00:00:38: dabei seid.

00:00:41: Wir sprechen heute über das Lasalhaus und was uns das Lasallhaus erzählt, über die Zukunft von kirchlichen Orten?

00:00:51: Das Lasall Haus ist zu- und geschlossen – und zwar seit vergangenem Sonntag, also Pfingstsonntag im Jahr zwanzig.

00:01:01: Das Lasal Haus war der spirituelle Zentrum der katholischen Ordensgemeinschaft der Jesuiten in der Schweiz und das jetzt seit beinahe hundert Jahren, also drei Jahre haben gefehlt auf die Hundert Jahre.

00:01:15: Und es war schon tatsächlich auch ein spezieller Ort weil man seit den neunziger Jahren versucht hat östliche Spiritualität und christliches Spiritualität nebeneinander zu leben bzw.

00:01:28: auch in dem Sinne miteinander zu leben Dialog interreligiös oder kommunisch zu praktizieren an diesem Ort.

00:01:39: Es ist jetzt so, dass das Nachfolgelösungen gesucht werden.

00:01:44: Dass auch die politische Ebene eingeschaltet sind.

00:01:47: in der Zwischenzeit aber als Ort der Jesuiten ist das ganze Geschichte.

00:01:54: Ich habe mir vier Thesen überlegt, die etwas aussagen über das was uns diese Orte erzählt über die Zukunft von kirchlichen Orten.

00:02:05: ich möchte zunächst mal einfach dich fragen Was ist denn deine These?

00:02:08: Du hast dich jetzt auch auseinandersetzt mit diesem Ort, Felix.

00:02:13: Hast du dir eine These dabei gebildet?

00:02:16: Ja also im Gegensatz zu dir habe ich ein Lasallhaus aus einer gewissen Distanz angeschaut.

00:02:25: Es hat es einfach immer gegeben und ich habe immer gewusst wer dort ist von reformierten Seiten ja lang Ja, ich glaube eine Thesen ist für mich die Frage, was du auch in deinem Text veröffentlicht hast im Forum.

00:02:49: Also bei den Online-Ausgaben.

00:02:55: Was bewahrt man sich unabhängig von betriebswirtschaftlichen Überlegungen?

00:03:02: Gibt es sind so Häuser oder Institutionen auch etwas wie Wissensspeicher?

00:03:11: Und inwiefern ist das nur eine Schutzbehauptung, wenn ein Programm nicht funktioniert?

00:03:17: Also dass zwischen Deinen Hangen, zwischen Chilisei, Christliche Tradition bewahren und leben.

00:03:30: Also Ordensgemeinschaft ist es ja.

00:03:36: Und was muss halt auch quasi am spirituellen Meer funktionieren?

00:03:44: Also vielleicht noch sozusagen aus Transparenzgründen, du sagst ich bin dem Ort sehr verbunden.

00:03:49: Das stimmt!

00:03:51: Inwiefern bin ich dem Ort verbunden?

00:03:53: Er ist für mich in den letzten fünfzehn Jahren ja seit ich in der Schweiz bin zu Jahr eines virtuellen Heimat, würde ich sagen geworden, in dem Sinn dass sich meist allermeist einmal im Jahr eine Woche Exerzitien da gemacht habe und das sehr gerne gemacht hab wegen der Menschen die dort arbeiten und leben arbeiteten und lebten.

00:04:14: Und auch wegen dem Ort an sich, also wegen der Architektur und diesem Ort so.

00:04:22: Und darüber hinaus gibt es natürlich allerlei Berührungspunkte und Begegnungen mit Jesuiten so.

00:04:28: Eben du hast schon verlinkt, ich habe das gelesen, dass sie erschüttert.

00:04:34: Das ist Stachswort.

00:04:39: Also was löst denn die Erschütterung aus?

00:04:42: Dass es einfach zugegangen ist oder Wie ist zugegangen?

00:04:47: Ja, da zähle ich beides.

00:04:49: Und das ein Ort wie dieser zugehen kann... Also ich habe ja von vier Thesen gesprochen.

00:04:56: eine oder die erste These von mir ist Es haben viele gedacht dieses Haus sei sozusagen too big to fail.

00:05:04: Das sagt ja Toni Kuhmann auch in dem Beitrag den ich da geschrieben hab über Den Auszug aus dem Lasalhaus.

00:05:10: und Ich glaube dass es noch etwas was nicht wenigen so geht mit kirchlichen Orten.

00:05:16: Man weiss vielleicht sogar, dass wirtschaftlich oder realpolitisch Orte gefährdet sind.

00:05:23: Aber innerlich denke man sich nein!

00:05:24: Das Orte wie diese wird es immer geben.

00:05:28: Es ist lustig, ich habe mir das genau auch in meinem Notizbüchli notiert, wo ich dein Text gelesen habe – «Too big to fail» und vielleicht passt das zu dieser These, die ich etwas skizziert habe.

00:05:39: Vielleicht sind wir sogar wieder gleich.

00:05:41: Ich habe mich dann notiert, dass man aus kirchlicher Sicht oder überhaupt aus christlicher Sicht nicht sagen kann.

00:05:48: Also ja das kann ja keine Haltung

00:05:55: sein

00:05:56: für ein Haus und für eine Institution.

00:05:59: Das passt völlig nicht zu dem... ich finde es noch absurd.

00:06:04: Dann machen wir die Zähne und suchen die Lehre und laden los.

00:06:09: Und zugleich hat man das Gefühl, dieses riesige Haus Das besteht einfach und das kann gar nicht aufhören.

00:06:16: Ist irgendwie total paradox, ne?

00:06:18: Voll!

00:06:18: Aber kennst du dieses Gefühl nicht selber auch?

00:06:21: Also es ist keine rhetorische Frage... dass die Kirche, die quasi immer da war und immer da ist und die ja sozusagen auch Gott gegeben und Gott getragen gewissermaßen ist.

00:06:30: Dass dir wie nicht vorstellen kannst oder wie ... Es wäre uns innerlich zu erhebenen, dass das wie keine Realität sein kann.

00:06:40: Ich weiss nicht.

00:06:41: also der Raum ist sicher etwas Wo das ausstrahlen kann.

00:06:54: Vielleicht habe ich das sogar gerade in den letzten ... Ich weiss gar nicht, wie mich die Kleinen vielleicht auch im Großen erlebt haben.

00:07:03: In dem Weyland, wo ich aufgewachsen bin, habe ich ein Podium geleitet zu der Kiel-Way von diesen Hundenjahren.

00:07:14: Ich bin dort im Fahraus aufgewachsen und es war sehr speziell, zurückzugehen.

00:07:21: Im Stil, wo ich dachte zu vielen Wegen ist es ein viel länger, als ich vorgesehen habe.

00:07:27: Der Garageplatz von der Garage ist sehr gross.

00:07:29: Dort schuttete ich alleine.

00:07:30: Und ich hatte das Gefühl, da hätte ich ca.

00:07:33: dreißig Meter besser schlafen können, Gartenhack zu Gatenhack.

00:07:36: Das war einfach ein ganz kleiner Garageplatz.

00:07:38: Es ist wirklich alles so eins zu zweit geschrumpft.

00:07:43: Aber die Kiele, selbst der Boden im Chor, wenn ich sie unter meinen Fingern spürte.

00:07:54: Die Kielenbänke haben selteneppend etwas von Heimatgefühl, was ich sonst nicht so habe.

00:08:02: Vielleicht in Landschaften, wo ich viele in den Ferien war oder so.

00:08:11: ausgestrahlt.

00:08:12: Und wirklich so etwas von das ist immer da.

00:08:15: Das war sehr speziell und vielleicht ist es etwas von dem, dass es einen Raum gibt.

00:08:21: Aber ich meine selbst wenn jetzt Kilomartalen nicht mehr können als Gottesdienstraum aufrechterhalten bleiben... Ich weiss nicht ob ich dann das würde verlieren.

00:08:35: Und beim Lasalhaus ist es wahrscheinlich anders Das Gefahr schon besteht.

00:08:42: In keinem Raum wie in Kilomartal, ich glaube nicht, dass der jemals total anders genutzt wird.

00:08:48: Du siehst aber

00:08:52: wieder genau das.

00:08:53: du denkst, es kann gar nichts sein.

00:08:55: Ja, das glaube ich auch.

00:08:56: Oder ist es weiter weg?

00:08:57: Also logisch, wenn es mal so ist dann ist es so... Aber ist es nicht beim Lasallhaus ... Ein Lasallhouse ist ja keine ... Es war kein Kielerum, es war eine Institution, die immer darauf angewiesen ist.

00:09:12: Was hat das mit dir gemacht, wenn du an einen Kurs gegangen bist und du merkst, hey, letztes Jahr waren sie immer nach fünfzehn und jetzt sind wir nach acht und nächstes Jahr sind wir sechs?

00:09:21: Das ist aber auch eine interessante Geschichte, weil in dem ich dorthin komme, auch ich als Gast ... Ich habe das nicht beurteilt oder wahrgenommen.

00:09:32: Es war wie eine Ebene, die keine Relevanz gespielt hat für mich.

00:09:36: Ich war dort...

00:09:37: Also hast du da ökonomisch Misserfolge gar nicht mitbekommen?

00:09:41: Es ist wie innerlich eine Ebente, die dann in dem Moment keine Rolle spielt.

00:09:47: Ich gehe dahin und es ist wie ein Schutzraum, wie ein Heimat, wie einen Ort, wo ich ausatme und loslasse.

00:09:58: Und im Grunde genommen sind umso weniger Menschen da, umso besser!

00:10:02: Also, umso mehr ich da sein kann und den Raum habe.

00:10:07: Und wenn viele Leute da sind, stört es mich auch nicht so schön.

00:10:09: Aber weißt du?

00:10:11: Ich bin wie in einer anderen Daseinsweise vielleicht.

00:10:20: Das ist ja eine Gnade auf der Art, wenn du diese ganzen kapitalistischen Aspekte- und realpolitischen Zusammenhänge mal einfach zur Seite legen kannst – das ist auch was von Heimat!

00:10:31: Du kannst einfach sein und du weißt, es ist gut.

00:10:34: Und jetzt wenn ich zum Beispiel mit verantwortlichen spreche... ...und das betrifft nicht wirklich nur die Jesuiten im Lasalhaus sondern überhaupt auch in kirchlichem Belangen,... dann habe ich manchmal ganz ähnliche Gefühle oder kriege ich einen ganz ähnelichen Eindruck.

00:10:50: Also das worum's eigentlich geht ist so viel größer und so viel wichtiger und so viele präsenter.

00:10:56: und darum gehts ja eigentlich dass man wie Die anderen Ebenen sagen, ja, das stimmt.

00:11:02: Keine Ahnung.

00:11:03: Aber dann ist es schon wieder weg von der Bildfläche.

00:11:08: Das ist interessant!

00:11:11: Mir fällt den Vergleich mit dem Gottesdienstbesuch ein und dort beschäftigt mich, wenn ich merke, da sind noch halb so viele Leute ... Vielleicht ist das wie im Grasplatz, dass die Erinnerung täuscht?

00:11:29: Das früher noch nicht so viel.

00:11:31: Aber ich glaube, das ist nicht beim Gewaarsplatz, sondern es ist so, dass viele weniger da sind und mich beschäftigt es dann.

00:11:39: Also mich beschäftigen ... Ich kann nicht in ein Gottesdienst gehen, wo zwanzig Leute sind ohne dass er mich ... beschäftigt, dass jetzt zwanzig Leute sind.

00:11:56: Ich glaube Gottesdienst ist für mich auch wirklich wie was anderes weil das ist mehr Alltag also natürlich Unterbrechung vom Alltag.

00:12:02: aber ich gehe mal täglichen Vollzug dahin und dann bin ich wie in diesem Modus von normalem Lebensvollzug gewesen.

00:12:10: Und dann zählst du auch?

00:12:11: Ja ich zähle jedes Mal und denke mir was bedeutet es jetzt?

00:12:16: oder ich schaue mir auch rein wie viele Männer sind da, wie viele Frauen, wieviele Kinder?

00:12:23: Genau, das meditiere ich alles.

00:12:26: Das ist wie schon ein anderes Beispiel.

00:12:30: Als ich meine Mission zurückgegeben habe, meine bischenfliefe Beauftragung hatte ich ja einen Gespräch mit dem Bischof und unter anderem habe ich ihn angesprochen auf unsere Personalsituation der katholischen Kirche ebenkant in Zürich beziehungsweise im Bistum Chor und dass die sich mit der Zeit so entwickeln wird, dass wir immer weniger Personal haben und also bald weniger als die Hälfte und was das bedeutet.

00:12:51: Also ich habe immer eine sozusagen realpolitische Frage gestellt.

00:12:54: Und seine Antwort war, Veronica... Ich vertraue also ein bisschen bei du weil wir beide Spitalsaisorgende waren, er sagte, Veronica, ich vertraube Jesus Christus und das genau!

00:13:09: Und der Rest, das fügt sich, muss sich fügen und wenn ich als Bischof kein Vertrauen in Jesus Christes hätte usw..

00:13:18: Gut, das hoffe ich.

00:13:19: Ja genau, meine Antwort war dann... Aber

00:13:21: die Frage ist, was ich mir in Ansicht vertraue auf Jesus Christus oder?

00:13:29: Diese Gesprächssequenz zeigt, dass Menschen auf zwei unterschiedlichen Ebenen sind und diese beiden Ebenens sind wichtig.

00:13:36: Ja, bist sicher, dass sie wichtig sind!

00:13:38: Ist es nicht einfach eine geschickte Art von Ausweichen, weil nämlich du hast ihm ja Du hast gesagt, wenn er so weitermacht, laufen Menschen wie ich, die sich nicht alles bieten lassen.

00:13:55: Also du hast ihn gefrontiert?

00:13:57: Genau!

00:13:57: Aber es

00:13:57: hat mich ehrlich interessiert was sein Konzept ist.

00:14:00: Ja

00:14:01: aber sie ist eine Konfrontation.

00:14:02: Du hast ihn mit der Realität konfrontiert und er ist ausgeweichen auf einer Ebene wo du ja nicht mehr widersprechen kannst, weil was willst du sagen?

00:14:15: Also das ist ja quasi...

00:14:17: Aber weißt du es ist... Vor

00:14:19: allem jetzt nicht zu richtigen Worte.

00:14:20: Es ist eine Ausweichbewegung oder?

00:14:25: Es ist wie ein Teil von dem natürlich und gleichzeitig glaube ich wenn ich ihn gefragt hätte in einem Setting, bei dem ich ihm nicht die Mission zurückgegeben hätte, glaube ich hat er gleich geantwortet.

00:14:35: Also er hat das nicht einfach strategisch eingesetzt, weil er mich in der Situation nicht teilhaben lassen wollte am großen Plan.

00:14:42: Und wenn wir sprechen über die Zukunft von kirchlichen Orten dann glaube ich ist das ein ganz wesentlicher Punkt.

00:14:48: dieses Ausweichen?

00:14:50: Ich höre so oft bei Verantwortlichen von solchen Orten dieses ausweichen, dieses ja finanziell personell schwierig.

00:15:02: Ja wird sich weisen Und weitermachen, also wäre nichts geschehen.

00:15:07: Aber das ist ja verrückt!

00:15:09: Man kann sich vom lieben Gott vieles erhoffen aber kein Beats uns planen.

00:15:14: Genau und was ist das?

00:15:16: Weil wie gesagt es ist nicht etwas was ich in Bezug auf das Lassallhaus das erste Mal wahrnehme und auch nicht beim Wischhof das erste mal gehört habe.

00:15:24: Das ist doch eigentlich verrückt und deswegen finde ich LassAllhaus in einer ersten These so spannend exemplarisch noch symptomatisch für für die Entwicklung von kirchlichen Orten?

00:15:36: Weil sich da etwas zeigt, was eben nicht funktioniert.

00:15:39: Eben der Businessplan fällt nicht vom Himmel.

00:15:42: Also es ist eigentlich die Nichtentwicklung des Kirchlichen Ordens, oder?

00:15:47: Ja und das...

00:15:49: Also das rundum entwickelt sich.

00:15:52: Nachfrage geht irgendwo anders an.

00:15:57: Aber der kirchliche Ort bleibt hier.

00:16:00: Also dumm ist ja genau die Frage wie Und das wären vielleicht die nachdenklichen Fragen.

00:16:09: Wie müsste sich dann so ein Ort entwickeln, dass sie weiterhin einen Platz und einen Ort haben und finanzierbar sind?

00:16:23: Ich glaube der erste Schritt wäre überhaupt auf den verschiedenen Ebenen aufzuwachen.

00:16:29: Also ich glaube was du jetzt fragst ist der zweite Schritt

00:16:33: Aber aufgewacht, ist mir doch im Lasalhaus.

00:16:35: Es hat ja jetzt durch eine Wachphase gegeben von ... Also

00:16:38: in diesem Moment?

00:16:39: Ja oder wenn dann sind die Unterschriften gesammelt worden?

00:16:43: Das war dann also März ist die Schliessung der Hotellerie.

00:16:48: Genau.

00:16:49: Und

00:16:49: das ist für dich ein Verwachen gewesen.

00:16:51: Also bis dort hast du das Gefühl gehabt eigentlich dass das Lasal Haus bleibt für immer und ich mache jetzt noch die nächsten zehn Jahre meine ...

00:16:58: Ja.

00:16:58: Obwohl auch andere außerhalb von mir sind in Ordnung Mir gesagt haben, dass es unterscheint finanziell wirklich größere Probleme zu geben.

00:17:08: Ich wusste das in dem Sinne aus verschiedenen Quellen.

00:17:11: Und es geht nicht darum, dass ich es nicht realisiert habe – ich beschreibe ja einfach meine Rolle als Gästin.

00:17:17: Es haben offensichtlich die Verantwortlichen in einer ähnlichen Weise nicht oder wenigen sich herangelassen.

00:17:23: Sie wussten es aber sie haben versucht weiterzumachen und dann kam im März sehr überraschend und erschütternd für viele, die dem Haus verbunden waren wie ich diese Nachricht

00:17:35: ausfertigen können.

00:17:36: Also als Totellerie zu ergaben?

00:17:38: Ja und so nicht.

00:17:39: wir starten seinen Prozessen.

00:17:40: wir versuchen also zugegebenermaßen gewisse Schritte wurden ja unternommen.

00:17:44: es wurde ein Geschäftsführer angestellt der versucht hat nochmal einen Konzept zu entwerfen usw.

00:17:49: aber das war sozusagen Feuerwehrübungen fünf nach zwölf und dann sehr eruptiv dieser Koordination der Schließung Und dann der Versuch sozusagen den klaren Schnitt zu setzen und zu sagen, jetzt regt euch mal nicht auf.

00:18:07: Das ist fertig so geht nicht mehr.

00:18:11: Und dann fragst ich auch wieder haben was es mit den Menschen die dort leben?

00:18:15: Was ist mit dem Menschen die im Ort verbunden sind?

00:18:17: also das muss doch irgendwie Prozesse geben von Gestaltung Abschied.

00:18:24: Also es ist ja illusorisch zu sagen wir setzen jetzt hier einen Schnitt und dann spricht niemand mehr darüber.

00:18:34: Das ist auch ein Teil der Erschütterung.

00:18:37: Ohne dass ich irgendjemand immolviert etwas Böses unterstellen mag, tatsächlich.

00:18:48: Aber du unterstellst dann etwas Böses nicht, aber du unterstellst manche Fantasien im Sinne von... Also diese Schliessung war eigentlich schon länger beschlossen.

00:19:05: Oder vor allem, dass das nicht Bereitschaft da war.

00:19:10: Wie noch einmal eine Chance zu geben für ein wirklich grösseres Konzept?

00:19:23: Das ist das, was die Jesuiten auch selber sagen.

00:19:26: Also von wegen mangelnder Fantasie.

00:19:28: Es hätte spätestens seit der Renovation, also vor zehn Jahren ein neues Konzept gebraucht.

00:19:35: Wie damals in den Neunzigerjahren als das neue Konzept auf dem Tisch gelegt wurde, dieses Exerziationhaus im Lasalhaus um zu benennen und auch eine neue Ausrichtung dem Ganzen inhaltlich zu geben.

00:19:46: Diese zwei Lungenflügel zähnen und exerzitzen Kontemplationen christlich- und fernöstlich.

00:19:51: Das war ein neunzig Jahren der gelungene Versuch die Schließung abzuwenden, die ja damals schon im Raum stand.

00:20:00: Und das hat

00:20:01: kommuniziell funktioniert tatsächlich?

00:20:04: Und im Grunde nach der Schließung, so wie ich das gehört habe bis Corona war das wieder vielversprechend und nach Corona ging es wie nicht mehr.

00:20:14: Was die Jesuiten sagen – das sagen sie auch in dem Beitrag -, dass sozusagen eben das konzeptionell etwas gefehlt hat eine Neuungsrichtung.

00:20:26: Was ich beobachte und was vielleicht noch zukommt ist ja zumindest so ein Warnem von ausser- und jeweils ... quasi als Zeitungsleser, ist ja schon das Zentrale der Jesuite in München.

00:20:43: Schon ein Stach vom Orden her argumentiert und sagt wir sind weniger, wir sind älter, wir mögen es einfach nicht mehr stemmen.

00:20:52: also dass zu dem ökonomischen auch Angst kommt oder vielleicht auch eine Einsicht dass man einfach nicht mehr diese Grösse, die Vitalität hat zum so ein Riesenhaus tragen.

00:21:14: Und das ist vielleicht auch etwas bezeichnend.

00:21:19: Voll und auch was Symptomatisches wiederum.

00:21:22: Das wäre ja auch die zweite These meinerseits also zu den besten Zeiten.

00:21:27: Ist dieses große Haus geführt worden von zwanzig Jesuiten- und achten Honden?

00:21:33: Jetzt zum Schluss waren es drei bzw vier Jesuiten und keinen anderen.

00:21:39: So, und da denke ich das ist so eine interessante auch wiederum Mentalität und Haltung die ich bei Kirchenmenschen in ihren verschiedenen Berufsständen kenne.

00:21:54: Das ist so ne Mischung aus Einsatzbereitschaft und Opferbereitsschaft und gleichzeitig aber auch schon hybris.

00:22:04: finde Wir werden zu immer weniger, aber wir machen fröhlich dasselbe weiter.

00:22:11: Ohne eben ohne Rücksicht auf reale Ressourcen also wieder die eigenen Persönlichen.

00:22:18: das es auch mal Grenzen gibt, dass es Gefahr gibt in den Burnout zu kommen Das ist auch mal genug mit Gutes zu tun weil der Mensch einfach selbst auch begrenzt ist bis hinzu dass es ja einfach nicht geht ein vielfältiges breites Programm und das verschiedenste Menschen und Gruppierungen anspricht als drei Menschen zu betreiben, die alles noch dazu über sechzig sind.

00:22:42: Also viele Menschen über sechszig sind sehr vital.

00:22:45: auch Niklas Branschen der ist über achtzig hoch vital.

00:22:49: gleichzeitig sagt er selber auch ist es nicht mehr dasselbe wie vor vierzig Jahren ist ja klar Die Verantwortung kannst du so nicht mehr tragen und willst doch nicht mehr tragen.

00:22:57: also so dieses dieses Jahr.

00:23:00: Wir können das, wir machen das.

00:23:01: Wir müssen das machen und wollen es machen.

00:23:03: Das hat etwas mit Dienst zu tun oder ist eigentlich wie selbstverständlich auch?

00:23:08: Ja, mir kam in Sinco, wo ich das gelesen habe... Ich bin in meiner Kindheit oder eigentlich in meinen ersten, sechzehn, zwanzig Lebensjahre immer in Bergfrieden auf Bruval die Ferien und da war es Diakonissenhaus also von Diakonnissen geführt.

00:23:28: Mein Vater war dann auch dort im Stiftungsschrank.

00:23:30: Und das Haus musste schliessen, und das mussten wir nicht aus kommerziellen Gründen schliessen.

00:23:37: Es hatte immer noch genug Gefährigkeit.

00:23:38: Das war kein Problem.

00:23:40: Sondern die Diakonisten waren überaltert.

00:23:44: Die mussten immer mehr die eigenen Schwester pflegen.

00:23:49: Natürlich war der Betrieb aufwendig.

00:23:55: Und beim Lasalhaus kann man ja vielleicht auch sagen, selbst wenn es jetzt kommerziell funktioniert hätte.

00:24:01: Vielleicht wäre die Trägerschaft an eine Grenze gekommen, wo sie es nicht mehr können stemmen.

00:24:07: Also wenn jetzt die finanziellen Krisen ausbleiben wären und eben der Einschnitt durch die Pandemie nicht gewesen wäre und so wie du beschrieben hast quasi den Erfolg von einer neuen Ausrichtung angehalten hätte... kommt ja vielleicht irgendwann der Orde an einen Punkt, den es einfach nicht mehr geht.

00:24:30: Und vielleicht ist das jetzt etwas steil, die ich notiert habe – aber ich weiss es nicht -, dass es eben auch ein bisschen exemplarisch zeigt, dass wir auch darauf vertrauen, dass es Häuser gibt, die einfach da sind und Menschen gibt, dem verschreiben, ob das Diakonissen sind und ob es ein Jesuito-Oden ist.

00:25:00: Und wo einfach da ist?

00:25:02: Für mich ist der Bergfrieden Heimat wirklich ... Ich als Kind immer, wenn wir gut gelaufen sind, sagte ich, schau mal, da sieht man die Ferien, wenn ich sie ausgesehen habe!

00:25:17: Aber einfach so darauf vertrauen, dass da Leute sind, die das heben und führen.

00:25:22: Und ich als Gast kann hin- und wieder weg.

00:25:27: Das ist jetzt vielleicht ein extremer Beispiel, aber wenn man etwas wegzumpt im grösseren, merke ich das ja auch.

00:25:38: Ja, ein paar Projekte bezogen.

00:25:43: Wir überlegen uns, ob wir jetzt solche Kielen eintreten oder nicht?

00:25:46: Oder vielleicht ist das Angebot einfach lässig und ich mache damals ein halbes Jahr mit und dann bin ich wieder draussen.

00:25:55: Aber ganz viele kirchliche Orten, die uns heimbedeutet sind ja drei Leute, die sich mit Haut und Haaren verschrieben haben.

00:26:04: Und wer trägt in Zukunft

00:26:06: ... Genau!

00:26:10: Ja und wo ist auch unsere Bereitschaft, uns eben einzugehen?

00:26:16: Nicht als nicht in den Ferien oder einmal im jahren Wochen sondern Zeit zu wechseln.

00:26:26: Ja absolut!

00:26:27: Und gleichzeitig auch zu realisieren dass dieses mit Haut und Haar sich hinein gegeben haben ja auch viel... Schwieriges hatte, also Menschen die auch verheizt wurden bzw.

00:26:40: sich verheized haben und eben Grenzen nicht respektiert wurden.

00:26:44: das heißt schon die Frage nach einer neuen Form sich voll und ganz hineinzugeben aber ja sich voll um ganz hineins zu geben nicht zuletzt auch weil es immer so ein glaub ich sinnstiftendes hat wenn du etwas hast für das du lebst so als wenn du eine Mission unter Anführungszeichen hast.

00:27:03: Da sind wir auch wieder bei Lebensqualität oder bei Lebenskunst doch auf eine Art.

00:27:07: Das ist ja auch in der Kunstform zu leben, dich so hineinzugeben und identifizieren mit einem Ort und gleichzeitig auch so bewusst dieses Wort fruchtbar zu werden für ganz viele.

00:27:18: Wenn man sich anschaut was die Jesuiten über alle Jahrzehnte für Kurse da gegeben haben wie viel unendlich viele Menschen in einer Zeit, wo es ja noch kein Internet gab und auch ressourcenmäßig noch nicht so viel zur Verfügung stand an Bildungsmöglichkeiten usw.

00:27:34: Also wirklich auch Gesellschaft zu formen und zu gestalten wie geht das?

00:27:38: Und da finde ich jetzt zum Beispiel spannend.

00:27:40: Ich meine dass close to couple wenn ich das richtig weiß es könnte.

00:27:44: eigentlich ist eine Art ein verwandter Ort obwohl er eine ganz andere Geschichte hat.

00:27:50: Geld das ist so.

00:27:51: Das hat man eigentlich so gelöst indem es in kirchlicher Trägerschaft ist in dem sie professionell geführt wird von einer Geschäftsführung und einer Leitung.

00:28:00: Ja, aber dort war nie das Ordnungskonzept dahinter.

00:28:04: Und ich glaube es ist schon ein wichtiger Unterschied.

00:28:08: Ich glaube dort haben wir vor allem versucht auch die Gastronomie sehr kommerziell zu betreiben, dass man redetretten hat von Firmen und so.

00:28:17: Also das ist sicher ein Teil und dass man den Bildungsteil halten kann was ja bei Bouldern nicht funktioniert Wo man als Hotel und Verein weiterhin Veranstaltungen organisiert.

00:28:32: Aber dass man das wirklich als Bildungshaus haben kann, ist eben nicht gelungen.

00:28:40: Man hat sich dann auch auf die Kappe fokussiert.

00:28:45: Also da gibt es sicher ... Es war auch um ganz viele sogenannte, früher hat man gesagt Heimstädte.

00:28:52: Da gab es eine ganze Menge, ich meine Randolines im Engadin.

00:28:58: Das ist jetzt einfach ein Hotel, das in einer Stiftung geführt ist und nach den letzten Flecken am Sowjetten hangt, wo man einigermaßen zahlen kann.

00:29:07: aber es ist einfach ein hotel.

00:29:09: also es gibt ja Maliaso ist noch so etwas erhalten als Ort als Bildungsort.

00:29:17: Also da gibt es ja ganz, also da hat ihre Familie natürlich auch ganz viel Abschiedsgeschichte entweder Abschied oder Transformation.

00:29:25: Ich glaube das Kappel ist die Transformation gelungen aber natürlich auch... Das bedeutet man verabschiedet sich von Bouldern in dieser Art was es gegeben hat.

00:29:40: Aber der Unterschied ist natürlich schon Es sind ja keine Orden, die das geführt haben.

00:29:45: Sondern es sind Leute, die angestellt sind... Ja also ich glaube es ist schon etwas anderes auch in den Kappeltheologischen Leiter sein oder Theologische Leiterein als jetzt heute.

00:30:01: So ein Lassalhaus zu führen und ja nicht irgendwie einen Arbeitsvertrag haben, den man weiss.

00:30:11: Das mache ich vor fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn Jahre, sondern... Ich bin im Orden und das, was ich dir zugelassen habe, war diese Frage.

00:30:21: Du hast es jetzt sehr als wertvoll beschrieben, sich etwas umsonst zu verschreiben.

00:30:32: Aber ist dann ein Ordnungskonzept tatsächlich zugekrumpft?

00:30:36: Fähig im Sinne von ... Gerade kleiner werden die Orden.

00:30:41: Da ist ja Gefahr extrem gross, dass sich Leute selbst ausbieten und dann die Opfer bereitschaften.

00:30:50: Vielleicht hätte ich es weiter kommen müssen, diese Menschen im Lasalau quasi vor sich selber schützen.

00:30:54: Das würden sie sicher nicht gerne hören.

00:30:57: aber vielleicht war das sogar eine Überlegung, wenn ich jetzt mal Thesenartige oder spekulativ unterstelle.

00:31:04: Gut auf jeden Fall hätte man es dann so kommunizieren können und müssen, dass das auch den betroffenen Brüdern gut oder Patrus auch gut tut bzw.

00:31:14: sich damit auch in dem Moment wo's verkündet wird quasi wie leben können und es als Befreiung erleben.

00:31:22: Und das war zumindest nicht der Fall.

00:31:27: Aber klar an anderer Stelle ist da Verantwortung übernommen worden.

00:31:32: Ja, noch so ein kleiner Gedanke mit dieser Heimstätte.

00:31:34: Das ist ja so ein komisches Wort aber ich meine wir haben beide eigentlich von Heimat erzählt oder?

00:31:38: Also das sozusagen so Orte die früher auch von so committeten Menschen geführt wurden dass das vielleicht auch tatsächlich in manch aller Hinsicht Heimat erschaffen hat.

00:31:48: Ich weiß es nicht.

00:31:50: Ja, ich weiss es nicht!

00:31:51: Also eine Heimstadt verbinde ich tatsächlich auch so irgendwie... Es gibt ja auch Ja, es hat

00:32:01: so was Spooky mit.

00:32:02: Ich werde nicht über die Leichen im Keller.

00:32:07: Nein, das ist vielleicht nicht gerade.

00:32:09: Aber das Hotelzimmer, das ich mir vorstelle, das stelle ich mir jetzt nicht wahnsinnig wundlich vor.

00:32:21: Aber es gibt natürlich ein Beispiel, wo die Transformation gelungen ist.

00:32:31: Es ist wirklich etwas Neues und ich glaube, man muss sich von gewissen Sachen verabschieden, wenn das nicht mehr funktioniert.

00:32:43: Die Jesuiten setzen sich jetzt dafür ein, dass das Lassalhaus so ... herauskommen kann, beziehungsweise dass es sich so weiter entwickeln kann.

00:32:53: Dass es ein Ort bleiben kann wo sinnvolle Angebote stattfinden die auch weiterhin im Geist dessen sind was da einmal war.

00:33:02: Also welche Jesuite ... also die jetzt Münköste eben ja einfach der Verkäufer von der Immobilie?

00:33:07: Ja aber sie sagen Sie sagen das sie nicht einfach jeden und jeder verkaufen wollen bzw.. kommerziellen Nutzung zu führen wollen, sondern dass sie nach Kräftenversuchungen Lösungen und Menschen zu finden, die das ähnlich wie jetzt eben Kataseitdingen ist.

00:33:25: ein gutes Beispiel.

00:33:26: Obwohl ich das strukturell nicht sehr viel dazu weiß, aber in ähnlichen Geisten vorzuführen mit dem Ideal, dass es vielleicht sogar wiederum möglich sein könnte, dass Jesuiten da hinkommen und Kurse anbieten so.

00:33:37: Also es wird nicht der Reha-Klinik?

00:33:40: Das weiss natürlich zum gegenwärtigen Zeitpunkt niemand beziehungsweise ich weiß es nicht dass es jemand wüsste, aber sie versuchten das nicht so zu.

00:33:50: Das ist nicht so gescheit.

00:33:52: Aber strukturell funktioniert es ja eigentlich nur, wenn ein Kappel die Kirle quasi drin bleibt und die Hand drauf hat oder wenn jetzt eine Kartusiting, wo wir einen Stiftung haben?

00:34:04: Gründete, die quasi den Teil abdecken oder sonst funktioniert so etwas nicht.

00:34:11: Also einfach irgendjemandem verkauft?

00:34:13: Es wäre ja vorstellbar, dass sich solche Strukturen auch noch gründen.

00:34:16: Die Lassalgemeinschaft zum Beispiel ist jetzt eine Gruppe von Verbundenen und von Friends, die hat sich schon gleich nach der Schließung formiert.

00:34:24: Und was das Thema heraus würde, ist momentan noch offen.

00:34:31: Da gibt es zumindest Ressourcen... Auch die Petition, die er lanciert wurde gleich nach der Verkündung der Schließung zeigt ja schon dass es auch Menschen in Politik, Gesellschaft und Kultur gibt.

00:34:42: Die sagen hey also das bedeutet uns mehr als einfach nur ob sie's jetzt leider vergangen hat

00:34:48: Aber das ist ja interessant oder?

00:34:51: Und das ist auch etwas was ich mir notiert habe Also diese Sehnsucht dass es gewisse Orte gibt, selbst wenn ich nicht mehr da herangehe.

00:35:01: Das ist so ein Kilomartal, das habe ich in den letzten zwanzig Jahren nicht mehr gesehen.

00:35:06: Aber die Vorstellung, dass ich jederzeit hierher gehen könnte, ist irgendwie schön und ich glaube auch diese La Salle Friends, also unterstelle ich jetzt viele von ihnen, die haben vielleicht die letzten fünfzehn Jahre keinen Kurs mit besucht aber sind ... Einfach irgendwie ist es wichtig, dass der Ort noch gibt und dass das jetzt nicht keine Ahnung irgendetwas wird.

00:35:31: Und irgendein Gastro ... Keine Ahnung was Hotelbetrieb einfach so übernimmt?

00:35:37: Ich weiss gar nicht ob sich...

00:35:38: Die UBS, die ihre Mitarbeitenden Weiterbildungen und ihre internationalen Gäste empfängt also...

00:35:43: Genau!

00:35:44: Wobei diese hat andere Möglichkeiten immer sonst.

00:35:47: Aber wobei das Lasalhaus schon eine richtig schöne Immobilie, wenn wir noch gar nicht über die Architektur gesprochen haben.

00:35:53: Aber ja, Geld.

00:35:54: aber selbst wenn das so wäre mit den Friends ist ja auch nicht schlecht.

00:35:58: Ist doch auch gut, wenn es Menschen gibt die vielleicht selber nicht das Bedürfnis haben oder sich die Zeit nehmen so Angebote wahrzunehmen, aber trotzdem aus einer Überzeugung oder Wertinhaltung sagen ich will dass es solche Orte gibt

00:36:09: Aber lange nicht am Friend sein oder müssen die Gönnerinnen und Gönne sein.

00:36:12: Also im Schluss geht es ja dann gleich wieder ums Geld?

00:36:16: Genau, also man wird... Und wer

00:36:17: geht an diese Krühe und sind sie finanziert?

00:36:19: Man wird

00:36:19: sich überlegen müssen wie welche Art von Kommitment das braucht.

00:36:23: Ja natürlich!

00:36:25: Das wäre jetzt eine dritte These, die sich da ein Stück weit anschließt beziehungsweise nochmal da einen Raum dazu öffnen.

00:36:33: Was ich interessant fand ist dass die Jesuiten in diesem letzten Jahr, die drei die dort verblieben sind so versucht haben.

00:36:40: Sie sind sicher auch nicht die Ersten, die das gemacht haben einen Übergang zugestalten und ich glaube es braucht etwas wie Abschiedskultur für so Orte.

00:36:51: Nämlich damit eben genau so ordentlich wieder frei werden dass was Neues entstehen kann.

00:36:57: Dass andere Menschen kommen können auch mit ihrem Know-how aus Wirtschafts- und Politik vielleicht auch und da etwas Neues wachsen kann.

00:37:05: also Abschiedskultur Wie geht es so einen Ort, der so viel bedeutet gewissen Menschen loszulassen?

00:37:15: Und wie lässt sich das gestalten, dass diejenigen, die da eine Zeit lange ganzes Leben hinein investiert haben nicht darin zu brechen.

00:37:23: Aber auch diejenigen die heimatlos werden und wie gut weitergehen können.

00:37:27: Ist das gelungen in dem Fall oder ist Tütertini erst schütterig darauf hin, dass das zu abrupt war und den Bewenkern übergangen als ich studiere Jetzt für dich ein besseres Loslag gewünscht.

00:37:46: Also ich habe es das ernsthaften Versuch wahrgenommen, es zu gestalten – die Situation wie sie dann nun mal war so von denen, die dafür Verantwortung getragen haben.

00:37:58: Eigentlich mein Ich persönlich habe mir ja dann wie eigentlich selber einen Raum zum Abschied nehmen gestaltet in dem sich das ergeben hat mit den drei Süden diese Portriss zu machen und

00:38:11: Die war sehr lange Zeit eigentlich,

00:38:13: oder?

00:38:13: Ja.

00:38:14: Das hat begonnen und ich zähle als Bruno Branschen von Weihnachten zu mir sagte, wir haben die Orientierung verloren.

00:38:21: Und das war auch eine Erschütterung.

00:38:23: Das

00:38:23: musst du übersetzen!

00:38:24: Wir haben die Orientierung verloren.

00:38:29: Die Jesuiten in der Schweiz hatten lange Jahre eine theologische gesellschaftspolitische Zeitschrift, die Orientierung hieß sie.

00:38:36: Genau, wo das wunderbare Orientierungsfest gemacht hat, dann mal im Akioen?

00:38:41: Wirklich!

00:38:42: Das war vor meiner Zeit, das habe ich leider nie mitgefeiert.

00:38:45: Es war wirklich sehr schade, es war wahrscheinlich sehr nett... Jedenfalls dies weit über die Schweiz hinaus auf Wagen.

00:38:50: Du hast

00:38:50: mich wieder updated gewesen, über den Katalizismus nachher?

00:38:53: Was mal über so einem oder deinen Vater?

00:38:56: Nein ich!

00:38:58: Ja ja nein, also das Orientierungsfasch, kennst du es?

00:39:00: Nein, das war wirklich vor meiner Zeit.

00:39:03: Das

00:39:03: waren meine Katalyzismus-Updates.

00:39:05: Nein sehr schön, wirklich sehr schön.

00:39:07: Und bis zum Jahr twohundneun gab's diese Zeitschrift und die musste eben auch eingestellt werden.

00:39:12: Und jetzt sagt Bruno Branschen zu mir in dem Moment, wo klar war das es Lassalhauswitz in der Form nicht mehr geben.

00:39:17: Wir haben die Orientierung verloren und ich meine nicht die Zeitschrift so hat er zu mir gesagt.

00:39:23: Und übrigens ist für mich natürlich schon auch wirklich ein erschütternder Moment gewesen dass diese Männer, die ich sehr authentische lebe in ihrer spirituellen Verwurzelung und auch in der Weise wie sie viele andere Menschen begleiten In existenziellen Krisen oder in Lebensfragen plötzlich so verletzlich auch sind und sein müssen, beziehungsweise gar nicht anders können als dass sie Soverletzlich sind.

00:39:51: Und es ist wahrscheinlich auch das wiederum ein Notwendiger Emanzipationsmoment auch meinerseits zu merken okay Auch da sind Menschen also nichts dass ich das nicht vorher auch schon gewusst hätte das wusste ich vorher auch schon.

00:40:05: aber ja genau und indem ich In dem sich das so wie gefügt hat, dass wir gesagt haben, die drei waren ja auch offen.

00:40:12: Toni Kuhmann, Niklas Branschen und Bruno Branchen kommen.

00:40:16: Wir versuchen etwas von dem festzuhalten was hier passiert habe ich mir ein Stück weit selber einen Raum geschaffen um das zu verarbeiten.

00:40:24: Auch diese Momente wo ich da einfach ins Salahus gefahren bin und es einfach so leer war

00:40:30: Und du auch mal so erlebt hast, wie sie es eigentlich im Alltag erleben, oder?

00:40:34: Also wenn du in dein Kürs gehst ... Logisch stellst du dich an.

00:40:38: Nein, du warst ja in deinem Tunnel ganz festgestellt, dass das zehn oder zwanzig Leute sind.

00:40:45: Aber du bist nicht alleine.

00:40:47: Du warst nicht allein im Kurs.

00:40:48: Genau!

00:40:48: Du

00:40:49: kommst in eine Struktur, da sitzt jemand im Empfang und du kriegst seinen Schlüssel usw.

00:40:55: Es ist wie ein anderes Gesicht von diesem Haus.

00:41:01: Das war in dem Sinne auch bewegend und ich war ja bis zum Schluss gespannt, ob sich diese Portres auch veröffentlichen lassen.

00:41:08: Weil es wie in vielerlei Hinsicht auch gar nicht so eine Kultur gibt über sich selbst zu sprechen und sich selbst auch so zu zeigen.

00:41:16: Und dann ist das natürlich perspektive Unternehmenskommunikation durchaus heikel

00:41:20: soll ich sagen.

00:41:21: Ja, da habe ich noch gedacht und habe sie gelesen, aber es ist sehr ehrlich!

00:41:27: Und das finde ich sehr stark an den Porträts.

00:41:30: Das Eingeständnis, wir haben es überhaupt nicht gesehen.

00:41:34: Wir hatten so einen Selbstständnis von ... Das geht doch eh weiter und nicht merken, wie Leute ... Du schreibst neu mit, dass die Leute weggebrochen sind?

00:41:53: Und da denkt man sich als ... Als Leser waren sie wirklich einfach so blind.

00:42:02: Und zugleich finde ich es sehr stark, weil es nämlich auch einem selber lässt fragen, wo sie mir einfach blind sind und haben das Gefühl, dass es funktioniert eh.

00:42:14: Also ich meine, da sind wir auch drin mit unseren Jobs.

00:42:20: Wo sind unsere Lesserinnen und Lesserzahlen?

00:42:24: funktioniert, bringt noch was wie fast Pushmer online.

00:42:32: wo sagen wir auch ja sorry mit so vielen Followerinnen und Followern das lohnt sich nicht.

00:42:37: oder sagen wir einfach ja nein.

00:42:39: Wir müssen einfach dabei sein und es wird schon gehen.

00:42:42: Es sehen sicher noch ganz viele andere, die mir nicht mitbekommen können.

00:42:46: ich meine man kann sich so viel schöner reden.

00:42:48: Das

00:42:48: ist genau das meine ich und insofern finde ich ist der Abschied und der Übergangsprozess schon gelungen, eben weil die drei dann tatsächlich den Mut hatten zu sagen wir stehen zudem was war.

00:43:04: Und da so wie der Text jetzt am Ende war das darf auch öffentlich sein.

00:43:10: Ich bin überzeugt anhand von dem wie du es jetzt auch ausgeführt hast können andere auch diesen Moment haben diesen wie diesen Aufwachmoment gewissermaßen.

00:43:19: es klingt jetzt ein bisschen groß zu sagen ja okay aber was ist eigentlich bei mir?

00:43:24: Es ist ja ganz oft so, umso authentischer sich ein Mensch zeigt und so authentischer bin ich auch selber infrage gestellt oder denke mir, ah ja das ist bei mir vielleicht auch ein Thema.

00:43:33: Ja und ich glaube in einer gewissen Spanik sind wir als kirchliche Publizistik oder als Kieler, als Institution.

00:43:45: Ich glaube es ... Wir sind nicht rein kommerziell und ich finde eben auch als Zitig müssen wir manchmal Ja, finde ich uns positionieren selbst aufs Risiko.

00:43:58: Dass es aneckt oder dass ... Wir können ja nicht einfach nur ... Und auch Kieler kann den Leuten nicht nur nach dem Maul reden quasi.

00:44:08: Also sie steht auf etwas, wo ... Ja, letztes Mal haben wir darüber gesprochen.

00:44:16: Ich würde sagen, das ist sicher zeitgemäß aber nicht ... Aber auch unbequem!

00:44:22: Oder?

00:44:24: Das kann gegen Reaktionen hervorrufen.

00:44:28: Zahlen sind nicht alles, aber zahlen sind auch etwas.

00:44:31: Und da die Balance zu finden, nicht blind zu sein für Sachen, die wegbrechen oder Resonanz, die weggepricht.

00:44:41: Relevanz zu einem nicht mehr zugesprochen wird, selbst wenn man sie fließig behauptet.

00:44:46: Also sowieso nicht funktionieren.

00:44:47: Die Elefanten können nicht selber behaupten, sondern sie müssen zugesprungen werden.

00:44:51: und in dieser Spanien finde ich ... sind wir sehr.

00:44:56: Und da finde ich die Portresse sehr ehrlich auf beide Seiten, weil ja etwas drin ist von ... Hey!

00:45:04: Wir sind überzeugt von etwasem und halten darum an dem Fest.

00:45:10: Vielleicht sind wir für weniger Leute wichtig aber dafür ganz stark oder wir sind vielleicht sogar für Leute wichtig, die gar nicht mehr herkommen.

00:45:21: Also das ist auch ein... eine grosse kirchliche Frage, die ich auch finde.

00:45:26: Kiel ist für viele Menschen wichtig ohne dass sie aktiv teilnehmen und diese Leute sind für Kiel auch wichtig.

00:45:36: Aber die Argumentation darf nicht zur Schutzbehauptung sein einfach ... Einfach weiterzumachen und sagen, wir zählen gar nicht mehr wer überhaupt kommt.

00:45:46: Also in dieser Spanik ist man...

00:45:48: Du musst aus dieser neuen Gegebenheit wieder ein Konzept machen das auch wirtschaftlich verhebt?

00:45:53: Genau!

00:45:54: Und da sind wir wirklich, wenn du dir die verschiedenen Seelsagebereiche anschaust eher weiter davon entfernt weil natürlich sind wir für alle da aber wer bezahlt es...?

00:46:03: Am Ende des Tages.

00:46:04: Wir haben für alle da sein Lange nicht, dass wir in der Aussätigung wirklich kommen, wenn wir hier sind lange zu tun.

00:46:11: Na

00:46:11: ja geh hin Kirche!

00:46:12: Wir gehen ja zu allen hin und so weiter.

00:46:14: Vielleicht noch zwei kurze Stichworte?

00:46:16: Ich glaube zeitlich können wir die gar nicht mehr ausfalten.

00:46:18: aber das eine ist das Stichwort Resilienz.

00:46:21: ich fand es auch interessant wie diese drei Männer auch wirklich sich resilient gezeigt haben in ihrer Verletzlichkeit und wie auch da wiederum Glaubensvollzug wirklich sich bewähren kann, nicht in jedem Moment und es gibt viele Tiefen.

00:46:38: Aber darum geht's ja gar nicht bei Resilienz sondern es geht ja um die Frage des hindurchs nicht wahr?

00:46:43: Das zweite ist das wäre dann meine vierte These.

00:46:47: Das betrifft zum Beispiel auch unsere Publizistik Die Verengung und die Rückbesinnung auf das nur eigene Unteranführungszeichen.

00:46:56: also es war offensichtlich auch im jesuiten Orden zu keiner Zeit aber auch zum Schluss wirklich eine Frage, wie sehr das sein darf und sein soll.

00:47:05: Dass es da zwei Lungenflügel in diesem Haus gibt also dass der Zähn praktiziert wird und dahinein investiert wird und dass Christentum praktiziert ist im Sinne von Kontemplation und Exerzitien.

00:47:16: Und dass der Zen nicht einfach ein Vorraum zum christlichen ist sondern was eigenständig ist.

00:47:22: Da finde ich auch in dem Moment wo so eine Verengung auf das nur eigene gibt Wo es eine Angst gibt, dass die Weite uns eigentlich verlieren lässt.

00:47:36: Das ist doch wie Gehirn-Symptom von Untergang?

00:47:39: Ja auf jeden Fall.

00:47:40: und da sind wir wieder ökumen.

00:47:43: Also ich merke was mich sehr nachdenklich stimmt und häufig auch stört das Gefühl.

00:47:52: also wenn so eine Gegereaktion ist ja jetzt müssen wir uns halt auf uns konzentrieren und unsere Mitglieder.

00:48:00: Natürlich müssen wir den Blick auf die eigenen Mitglieder haben, aber ich glaube, viele können nie nur für sich selbst sein.

00:48:09: Und ich glaube auch nicht, dass das ein Volksrezept ist.

00:48:14: Gerade irgendwelche professionelle Grenzen wieder stark machen.

00:48:17: Das ist wirklich das dümmste, was viele machen können, weil ich glaube voraussen wird ... Ja, das wird eh nicht verstanden.

00:48:26: Das bringt ja niemandem etwas.

00:48:27: Also es sei nicht ein Vorzeichen von palliativer Phase, würde ich sagen?

00:48:32: Ja vielleicht.

00:48:35: Können wir jetzt mit der palliativen Phase enden?

00:48:38: Nein, wir haben den Gegnern oder?

00:48:39: Mit unserem

00:48:41: Prochthaus... Ach so!

00:48:41: Das habe ich vorhin auch gedacht.

00:48:42: Wir reden einfach weiter.

00:48:44: Genau.

00:48:46: Machen wir und ich hoffe ihr lasst uns zu.

00:48:51: Da sind wir wieder hin.

00:48:53: Es

00:48:54: freut uns sehr

00:48:55: Das ist nicht lange, wenn nur wir miteinander reden.

00:48:58: Ja aber es ist immer ein Anfang?

00:48:59: Immer ein Anfang!

00:49:01: Ein Angebot.

00:49:04: Also und das Angebot ist auch dass ihr Feedback geben könnt.

00:49:09: Wir könnten schreiben auf phelix.reich hat informiert dort Info Und

00:49:14: mir auf eronica.jl at forum-magazin.ch.

00:49:18: herzlichen Dank fürs zuhören.

00:49:20: Es gibt Newsletter, da dürfen wir auch immer wieder eine Erinnerung rufen

00:49:25: Schönen Sommer.

00:49:26: Genüßt den!

00:49:27: Ja, aber wir kommen schon wieder davon.

00:49:29: Aber jetzt ist der Sommer da.

00:49:31: Jetzt muss man geniessen.

00:49:32: Man weiss nie, wie lange man kann geniessen.

00:49:35: Genau, jetzt muss man es leben.

00:49:37: Das ist fast schon ein bisschen palliativ, aber egal...

00:49:39: Nein, komm mal!

00:49:40: Wir kommen wieder mit Fussball und zwar klein.

00:49:42: Ja gut, schön!

00:49:43: Freuen Sie euch!

00:49:45: Tschüss!

00:49:45: Ciao miteinander.

Über diesen Podcast

Aus den Gemeinsamkeiten und Differenzen sprühen die Funken der Debatte: Am Stammtisch diskutieren Veronika Jehle vom Magazin Forum und Felix Reich von der Zeitung reformiert. über Kirche und Politik, Theologie und Tradition, Kultur und Konfession.

von und mit Felix Reich & Veronika Jehle

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